Fackelmann Brands steigerte den Umsatz im Jahr 2025 um 3,3 Prozent auf 476 Millionen Euro. Dies teilte das Unternehmen mit. Besonders stark entwickelte sich nach eigenen Angaben das europäische Haushaltssegment mit einem Plus von 5,7 Prozent sowie die DACH-Region (deutschsprachige Länder) mit einem Wachstum von 7,9 Prozent.
USA-Geschäft war 2025 belastend
Als wesentlichen Wachstumstreiber nannte das Unternehmen den indischen Markt, der 2025 um 43,4 Prozent zulegte. Die 2023 eröffnete Produktionsstätte in Jaipur versorgt laut Fackelmann Brands nicht nur den lokalen Markt, sondern gewinnt auch für Exporte in die Europäische Union und die USA an Bedeutung. Hingegen war das USA-Geschäft durch neue Zölle unter der Trump-Administration belastet. Die gestiegenen Importkosten führten zu einer gedämpften Nachfrage in mehreren Produktkategorien.
Kochgeschirr soll dritte Säule werden
Fackelmann Brands baute 2025 sein internationales Markennetzwerk aus. Das Unternehmen erwarb eine Mehrheitsbeteiligung an Korbond Industries, einem Anbieter von Haushalts- und Nähprodukten in Australien und Neuseeland, sowie an Ditto Housewares in Portugal.
Zudem führte das Unternehmen nach eigenen Angaben 2025 rund 600 neue Produkte ein. Das sei ein Rekordwert. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Angebots von Kochgeschirr, das sich zur dritten Säule im Haushaltssegment entwickeln soll.
Kooperation mit Pamela Reif gestartet
Das Unternehmen startete zudem eine Kooperation mit der Influencerin Pamela Reif, einer der reichweitenstärksten Influencerinnen Deutschlands. Diese erreicht über alle Kanäle ungefähr 20 Millionen Menschen. Ferner wurden bestehende Markenkooperationen weiter entwickelt, so etwa mit „Chefkoch trifft Fackelmann“ und die Zusammenarbeit mit der Popkultur-Ikone Paris Hilton in den USA.
Fackelmann Brands setzt auf Künstliche Intelligenz
Fackelmann Brands investiert nach eigenen Angaben verstärkt in digitale Technologien und Künstliche Intelligenz. Verschiedene Inhouse-KI-Anwendungen sollen 2026 weiter skaliert und noch stärker in den Arbeitsalltag integriert werden.
Das Unternehmen nutzt eine eigens entwickelte Plattform, die Daten aus Amazon, Google, Social Media und Shopping-Plattformen auswertet und in Produktempfehlungen überführt. „Digitale und KI-basierte Assets werden zum zentralen Wettbewerbsvorteil“, sagte Vorstandschef Martin Strack.
Investitionen in deutsche Standorte
Das Unternehmen investiert zudem in seine deutschen Standorte, insbesondere in Hersbruck. Dazu gehören die Modernisierung des Maschinenparks und eine Sanierung des Firmengeländes mit einem Investitionsvolumen im hohen siebenstelligen Bereich. Durch die Integration des Maschinenparks des insolventen Backformherstellers Chg will das Unternehmen die Marke Zenker ausbauen. Das Badmöbelgeschäft bleibt laut Fackelmann Brands aufgrund rückläufiger Baugenehmigungen und schwieriger Marktbedingungen herausfordernd.