Tiefkühlkost Frosta wächst deutlich stärker als der Markt

Der Tiefkühlhersteller Frosta steigerte 2025 den Umsatz um 6,8 Prozent auf 682 Millionen Euro. Vor allem die Marke Frosta treibt das Wachstum deutlich über Marktniveau. Höhere Kosten und Investitionen drücken jedoch auf Ergebnis und Marge.

Donnerstag, 12. Februar 2026, 12:55 Uhr
Theresa Kalmer
Frosta ist nach eigenen Angaben der Marktführer für Tiefkühlgerichte in Deutschland. Dabei verzichtet das Unternehmen seit 2003 bei allen Produkten auf Zusatzstoffe, Aromen und sonstige Zusätze. Bildquelle: DTI

Der Tiefkühlkosthersteller Frosta steigerte seinen Umsatz im Jahr 2025 um 6,8 Prozent auf 682 Millionen Euro. Die Marke Frosta wuchs um 15,7 Prozent und erreichte einen Umsatz von 386 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen mit. Damit war die Marke der wesentliche Treiber des Konzernwachstums.

Ergebnis innerhalb der prognostizierten Erwartungen

Der Konzernjahresüberschuss sank auf 37 Millionen Euro nach 42 Millionen Euro im Vorjahr. Die Marge lag bei 5,4 Prozent nach 6,6 Prozent im Vorjahr. Den Angaben zufolge bewegte sich das Ergebnis innerhalb der prognostizierten Erwartungen.

Als Gründe für den Rückgang nannte das Unternehmen volatile Materialkosten, hohe Tarifabschlüsse und Initiativen, mit denen die Produktions- und Logistikkapazitäten erweitert werden. Hierzu zählen laut Frosta insbesondere der Aufbau zusätzlicher Produktionsschichten sowie Wochenendproduktionen, einschließlich der Einstellung und Schulung zusätzlichen Produktionspersonals.

Marktführer bei Tiefkühlgerichten

In Deutschland wuchs die Marke Frosta im Absatz um 13,4 Prozent, während der Gesamtmarkt für Tiefkühlprodukte ohne Eis um 3,7 Prozent zulegte. Bei Gerichten, wo Frosta nach eigenen Angaben Marktführer ist, betrug das Wachstum 17,7 Prozent. „Inzwischen sind unter den zehn meistverkauften Tiefkühlgerichten in Deutschland neun Frosta Gerichte“, so der Vorstandsvorsitzende Felix Ahlers.  

Umsatzwachstum von bis zu 9 Prozent erwartet

Für das Jahr 2026 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum zwischen 4 und 9 Prozent und einen Konzernjahresüberschuss zwischen 4 und 8 Prozent vom Umsatz. Der Hauptversammlung soll eine gleichbleibende Dividende von 2,40 Euro je Aktie vorgeschlagen werden.

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Frosta aus dem Januar 2026 ergab, dass 46 Prozent der Befragten einen Qualitätsrückgang bei verarbeiteten Lebensmitteln in den letzten drei Jahren wahrnehmen. Zwei Drittel der Befragten sorgen sich wegen künstlicher Zusätze, und drei Viertel kaufen Fertiggerichte selten oder gar nicht, weil der Geschmack nicht an selbst gekochtes Essen heranreiche. Frosta verzichtet nach eigenen Angaben seit 2003 bei allen Produkten auf Zusatzstoffe und Aromen.

 

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