Allianz gegen Lebensmittelverschwendung in Großbritannien

Aldi, Lidl, Tesco, Coca Cola und weitere 85 Unternehmen in Großbritannien haben sich zu einer Allianz gegen Lebensmittelverschwendung zusammen getan. Diese 89 Supermärkte und Hersteller haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2030 die Lebensmittelverschwendung um die...

Dienstag, 25. September 2018, 18:05 Uhr
Reiner Mihr

Hälfte zu reduzieren – ein Umfang im Wert von 20 Milliarden britischen Pfund jährlich. Die Strategie, die heute vom Abfallentsorger der Regierung „Waste and Resources Action Programme“ (WRAP) und der gemeinnützigen Nahrungs- und Lebensmittelforschungseinrichtung IGD veröffentlicht wurde, legt eine Reihe von Meilensteinen fest, um Abfall in jeder Phase der Lieferkette vom „Bauernhof bis zum Besteck“ zu reduzieren. Supermärkte wurden insbesondere dafür kritisiert, dass sie aufgrund von Qualitätsanforderungen zu kleine, zu große oder krumme Lebensmittel nicht annehmen, und dadurch in hohem Maße zur Abfallproduktion im Vereinigten Königreich beitragen. Nun haben sich die 89 Unterzeichner, darunter Aldi, Arla, Coca Cola, Lidl, Tesco und Unilever dem freiwilligen Plan verpflichtet - weitere sollen noch folgen. Die Verpflichtung soll dazu beitragen, dass Großbritannien Punkt 12 (das heißt Halbierung der globalen Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf der Einzelhandels- und Verbraucherebene sowie die Reduzierung von Lebensmittelverlusten entlang der Produktions- und Lieferketten bis 2030) der 2015 verabschiedeten UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung erfüllt. Bis September 2019 sollen alle großen britischen Einzelhändler und die Hälfte der großen Hersteller und Zulieferer Lebensmittelabfälle messen, melden und Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung einleiten, um das UN-Ziel bis zum Jahr 2026 zu erreichen.