Nachdem es neben den größtenteils friedlichen Jugendprotesten am Wochenende vereinzelt auch zu Ausschreitungen gekommen war, fordert der Handelsverband Baden-Württemberg, dass mit Blick auf die bereits angekündigten Proteste am 20. November alles dafür getan werden müsse, dass sich „solche Zustände“ nicht wiederholen. „Wir erwarten von den zuständigen Behörden, dass sie ihre rechtlichen Handlungsspielräume bei der Wahl von Versammlungsorten und Routen konsequent ausschöpfen“, sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann.
Demonstrationen „mit einem solchen Sicherheitsrisiko“ dürften nicht erneut mitten in den Innenstädten stattfinden. Die Folgen würden nicht nur die Händler, sondern die gesamte Innenstadt treffen: Gastronomie, Dienstleister, Beschäftigte und Besucher. „Zweimal innerhalb weniger Wochen verbarrikadierte Geschäfte und geschlossene Cafés – das darf es nicht geben“, sagte Hagmann.
Eine belastbare Bezifferung des wirtschaftlichen Schadens sei dem Verband derzeit nicht möglich, hieß es. „Klar ist aber, dass die Auswirkungen für den Einzelhandel erheblich waren“, sagte Hagmann.
„Einige Geschäfte haben aus Sicherheitsgründen vorsorglich geschlossen. Darüber hinaus blieben viele Kunden am Samstag den betroffenen Innenstädten fern.“ Die Folge seien erhebliche Umsatzeinbußen gewesen. Das gelte auch für die Geschäfte, die geöffnet hatten.
Nach den Ausschreitungen in Frankfurt am Wochenende hatte bereits der Handelsverband Hessen Unterstützung für betroffene Ladenbesitzer gefordert.