Fleischsnacks:Bifis Enkel sind Trend-Produkte

Fleischsnacks Bifis Enkel sind Trend-Produkte

Snacks gehören zu den Wachstumstreibern im Bereich Wurst. Kinder zählen zur Zielgruppe. Immer beliebter werden Wurstsnacks bei Erwachsenen.

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Convenience ist einer der wenigen Wachstumstreiber im Lebensmittel-Bereich. Längst gibt es nicht nur Kaffee oder Obst to go, sondern auch SB-Wurst-Artikel, die bequem zu handhaben und zum Sofort-Verzehr geeignet sind. Viele Jahre lang hatte die Marke Bifi quasi einen Alleinstellungsauftritt. Doch das ist seit einigen Jahren vorbei. Mehr und mehr Hersteller bringen Wurstsnacks auf den Markt. Dass diese Entwicklung noch andauert, hat die Anuga deutlich gemacht. Dort wurden einige neue Produkte oder neue Artikelvarianten präsentiert. Der Markt wächst.

Von 2006 bis 2011 erhöhten sich laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Einkaufsmenge und Einkaufswert langsam, aber kontinuierlich: Vom gesamten Wurstmarkt entfielen auf Wurstsnacks 2006 2,2 Prozent (2009: 2,4 Prozent) und 2011 2,6 Prozent, so der GfK-ConsumerScan. Parallel dazu stiegen die Ausgaben der Konsumenten für Wurstsnacks von 3,1 Prozent 2006 (3,3 Prozent 2009) auf 3,6 Prozent im Jahr 2011. Im gleichen Jahr wurden laut Marktforschungsberatung Mafowerk knapp 100 Mio. Euro mit Wurstsnacks umgesetzt. Das Wachstum zu 2010 lag bei 5,8 Prozent.

1.000 Verwender hat Mafowerk im Juni 2013 online in Deutschland befragt. Dabei stellte sich heraus, dass 80 Prozent der Käufer (Mehrfachnennungen möglich) den Wurstsnack für sich selbst kaufen. Jeder Dritte greift für seine Kinder zu (33,8 Prozent), und jeder Zweite (48,4 Prozent) für seinen Lebenspartner. 63,6 Prozent gaben an, den Wurstsnack für unterwegs zu kaufen (Mittagspause, Autofahren), 59,4 Prozent holen ihn sich für daheim (Mehrfachnenneungen möglich). Die Verwender greifen nahezu im gleichen Verhältnis für zu Hause und für unterwegs zu. Den passenden Snack zu finden, ist für 18,2 Prozent der 1.000 Befragten sehr einfach, für 47,4 Prozent ist es einfach, und für 32,7 Prozent ist es teilweise schwierig. Dass es schwierig sei, gaben 1,5 Prozent an, sogar sehr schwierig antworteten 0,2 Prozent.

Nicht ganz eindeutig ist die Frage zu beantworten, was von den Endverbrauchern alles unter einem Wurstsnack verstanden wird. Der Artikel sollte als Snackprodukt gekennzeichnet werden sowie in kleinen Mengen und Größen angeboten werden, jedenfalls nicht mit mehr als 250 g. Ein Snack ist kein Brotbelag, man kann ihn zum, aber nicht auf dem Brot essen. Außerdem sollte er ohne eine weitere Zubereitung aus der Packung heraus zum Sofort-Verzehr geeignet sein. Möglich, aber kein Muss, sind auch gekühlte Snacks. Snacks aus der Konserve gibt es im Wurst-Bereich quasi keine. Snack und Konserve scheinen sich auszuschließen.

Während Jack Link’s (zunächst nur im Tankstellen-/Kiosk-Geschäft, seit einigen Jahren auch immer mehr im LEH; drei Neueinführungen 2013; zuletzt Turkey Snack) im Fokus den Snack für Erwachsene hat, setzt die Privatfleischerei Reinert mit dem in diesem Jahr eingeführten Bärchen Happen klar auf Kinder und Jugendliche. In den vergangenen 15 Jahren sei nicht nur das Reinert-Bärchen gewachsen: Die Kinder, die 1998 erstmalig Reinert-Kinderwurst-Produkte gegessen haben, sind erwachsen und können/sollen der Marke treu bleiben.

Bild: Lange gab es für Bifi kaum Konkurrenz, doch Wurstsnacks sind in. Markt und Vielfalt wachsen.