Die Berentzen-Gruppe mit Sitz im emsländischen Haselünne hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Konzernumsatz sank auf 162,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch 181,9 Millionen Euro betragen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 10,6 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro. Die Zahlen sind vorläufig und noch nicht testiert.
Der Umsatzrückgang hat mehrere Ursachen. Zum einen verkaufte die Berentzen-Gruppe im letzten Quartal 2024 die Betriebsstätte mit dem Mineralbrunnen in Grüneberg. Das Unternehmen gab damit das regionale Mineralwassergeschäft auf. „Wir hatten uns seinerzeit bewusst zu diesem Schritt entschieden, weil ein Weiterbetrieb des Standortes aus Profitabilitätsgesichtspunkten für uns keinen Sinn mehr gemacht hätte“, zitierte das Unternehmen den Vorstandsvorsitzenden Oliver Schwegmann in der Mitteilung. Zum anderen litt das Geschäft unter einem veränderten Konsumverhalten. Der deutsche Spirituosenmarkt verzeichnete deutliche Absatzrückgänge.
Trotz der Umsatzeinbußen blieb die Berentzen-Gruppe profitabel. Die Betriebsergebnis-Marge vor Zinsen und Steuern lag bei 5,2 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich auf 17,1 Millionen Euro nach 19,3 Millionen Euro im Vorjahr. „Trotz der anhaltend herausfordernden Marktbedingungen, die sich entsprechend auch in unseren Umsatzerlösen niedergeschlagen haben, ist es uns auch im Geschäftsjahr 2025 gelungen, weiterhin sehr profitabel zu wirtschaften“, zitierte das Unternehmen Schwegmann.
Berentzen setzt auf neue Produkte und Märkte
Einzelne Produkte wuchsen den Angaben zufolge. Dazu zählen die Berentzen Minis, Premium-Handelsmarken, die Citrocasa-Fruchtpressen und die Mio-Mio-Dose. Das Unternehmen sieht darin Wachstumspotenziale für die Zukunft.
Im November 2025 stellte die Berentzen-Gruppe eine neue Konzernstrategie vor. Diese trägt den Namen Berentzen Evolve 2030. Die Strategie setzt auf drei Säulen: neuartige Marken und Produkte, neue Märkte sowie neue Vertriebskanäle. Das Unternehmen will damit auf veränderte Konsumentenbedürfnisse reagieren. Zudem plant es, Auslandsmärkte in sogenannten Emerging Markets zu erschließen. Außerdem will es Vertriebskanäle außerhalb des klassischen Lebensmitteleinzelhandels erschließen. Erste Maßnahmen seien bereits gestartet, teilte das Unternehmen mit.