Schleswig-Holstein will den Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verbieten. Die schwarz-grüne Landesregierung unter Führung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) legt zur Landtagssitzung Ende Februar einen entsprechenden Antrag vor. Über eine Initiative im Bundesrat will sie ein bundesweites Verbot durchsetzen. Die „Kieler Nachrichten“ berichteten zuerst darüber.
Auch Werbeverbot für bestimmte Produkte gefordert
Der Antrag begründet das geplante Verbot mit dem Gesundheitsschutz junger Menschen. Energydrinks enthalten nach Angaben der Landesregierung viel Koffein, Zucker und aufputschende Stoffe wie Taurin oder Guarana. Diese Inhaltsstoffe könnten die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen, heißt es.
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung überschreiten Jugendliche bereits mit einer einzigen Dose die empfohlene Höchstmenge an Koffein, so die Landesregierung. Übermäßiger Konsum könne Herzrasen, erhöhten Blutdruck, Nervosität und andere kardiovaskuläre Probleme auslösen. Besonders gefährlich sei dies in Verbindung mit Alkohol oder intensiver körperlicher Anstrengung.
Die Landesregierung fordert in ihrem Antrag neben dem Verkaufsverbot auch ein Werbeverbot für Produkte, die sich an Unter-16-Jährige richten. Zudem solle der Bund Maßnahmen ergreifen, damit die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen gestärkt werde.