Unangemeldet Raumwunder im Innenstadtformat – Penny am Kölner Hansaring nutzt Höhe statt Fläche

Hintergrund

Hier zeigt die LP die ganze Vielfalt des Lebensmittelhandels: Ein Zufallsgenerator wählt für jede Ausgabe einen Markt aus – den die Redaktion anschließend inkognito besucht. Diesmal: Penny-Markt am Hansaring in Köln.

Montag, 16. Februar 2026, 07:40 Uhr
Jens Hertling
Das Gebäude am Kölner Hansaring 69–73, in dem sich der Penny-Markt befindet, wird aktuell saniert. Bildquelle: Daniela Gille

Der diesmal besuchte Penny-Markt liegt an den Kölner Ringen. Der Hansaring ist eine bekannte Straße im Kölner Stadtteil Neustadt-Nord. Durch die Kombination aus modernen, oft sanierten Altbauwohnungen und dem Angebot an Geschäften, Bars und Restaurants gibt es am Hansaring eine bunte Mischung an Bewohnern. Das macht den Penny-Markt zu einem praktischen Anlaufpunkt für Anwohner, Berufspendler und Besucher der Umgebung. Der vor eineinhalb Jahren eröffnete Markt gehört zu den ersten, die das neu eingeführte Penny-Kleinflächen-Konzept testen. Dieses will der Discounter bundesweit ausrollen.

Stimmung 

Der Markt war an einem Samstagmorgen sehr gut gefüllt. Gleich am Eingang hängt eine Tafel mit zahlreichen Nachrichten, die zeigen, an wen sich der Markt richtet. Es ist ein typischer Nachbarschaftsladen und Nahversorger. Die große Baustelle am Eingang, bei der vor allem die Hausfassade saniert wird, trübt die gute Stimmung nicht. Allerdings sind durch die Gerüste sämtliche Schilder von Penny nur schwer erkennbar. Die Kundschaft ist bunt gemischt und viele holen nur ein paar Kleinigkeiten. Drei Verkäufer waren damit beschäftigt, die Regale einzuräumen. Leider waren durch den Einräumvorgang die Wege etwas verstellt, sodass der Weg durch den Markt an eine Slalomfahrt erinnerte. Trotz der hohen Kundenfrequenz war die Stimmung an den beiden offenen Kassen überraschend gut und gelassen. Die Mitarbeiter blieben freundlich und hilfsbereit und grüßten die Kunden beim Abschied.

Sortiment 

Laut einer Pressemitteilung von Penny hat der Markt am Hansaring eine Fläche von nur 522 Quadratmetern. Er wirkt jedoch nicht klein und bietet mit seinem umfangreichen Sortiment die Möglichkeit, einen vollwertigen Wocheneinkauf zu erledigen. Mit diesem Mini-Markt hat der Discounter in Köln ein kleines Raumwunder geschaffen. Die Sortimente werden entsprechend dem Konzept in u-förmigen Nischen präsentiert. Da in der Breite wenig Platz ist, nutzt der Discounter die Höhe und gewinnt so zusätzliche Regalfläche. Zu Beginn des Kundenlaufs punktet die Filiale mit einer auffällig langen und üppig bestückten Obst- und Gemüsepräsentation. In der Mitte des Obstbereichs begrüßt ein Flatscreen die Besucher. Insgesamt hat der Discounter vier Flatscreens installiert. Anschließend gibt es einen Leergutautomaten. Einer der beiden Schächte ist jedoch leider defekt, wie auf einem Schild zu lesen ist. Auffällig sind die umfangreiche und gut sortierte Backwarenabteilung sowie das große Angebot an gekühlter Ware und Tiefkühlprodukten. Für Non-Food-Artikel ist kein Platz vorgesehen. Der klassisch gestaltete Kassenbereich verfügt über drei Kassen. Self-Scanning-Kassen sind nicht vorhanden.

Sauberkeit 

Der Markt ist sauber und gut in Schuss. Negativ fällt jedoch auf, dass Besucher am Eingang von einer aufgerissenen Tüte Haferflocken auf dem Boden begrüßt werden. Außerdem ist eine der drei Kassen mit zu verräumender Ware zugestellt.