Fleisch-Verbände:Essverhalten und Exporte verändern den Markt

Bildquelle: Carsten Hoppen

Fleisch-Verbände Essverhalten und Exporte verändern den Markt

Die sinkende Nachfrage, insbesondere nach Schweinefleisch, sowie der wachsende Export bestimmten den Fleischmarkt 2016. Das wirkt sich auch auf die Fleischwarenindustrie aus, die aufgrund der Preissituation auf dem Fleischmarkt strukturelle Verschiebungen zugunsten der mittelständisch geprägten Branche befürchtet.

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Der Verband der Deutschen Fleischwirtschaft und der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie berichten von anhaltend schwierigen Marktbedingungen. Die sinkende Nachfrage vor allem nach Schweinefleisch einerseits, anderseits aber die zunehmenden Exporte in Drittländer, vor allem nach China, verändere den Markt für Landwirte und die Fleischwarenindustrie. So habe sich die steigende Exportrate positiv auf die Erzeugerpreise ausgewirkt, außerdem habe sich durch die Kombination von Absatz im Inland und in Drittländern die Verwertung der Tiere verbessert, da die Überseemärkte Teile nachfragten, deren Absatz in der EU begrenzt sei. Für die Fleischwarenindustrie allerdings stellen in den letzten Monaten gestiegenen Rohstoffkosten ein Problem dar, da sie die Preise nicht an die Abnehmer weitergeben können.

Im Sektor Rindfleisch gestalte sich die Lage etwas positiver. Hier steigt die Nachfrage in Deutschland und die Produktionsbedingungen haben sich kaum verändert. Beim Export sind Norwegen und die Schweiz die wichtigsten Märkte.