Tarifkonflikt Verdi hält heute Warnstreik in Berlin ab

Die Gewerkschaft Verdi hat für den heutigen Freitag zu einem Warnstreik im Einzelhandel in Berlin aufgerufen. Der Großhandel befinde sich sowohl in Berlin als auch in Brandenburg seit heute im Warnstreik, teilte Verdi mit. Im Brandenburger Einzelhandel kann wegen einer noch andauernden Friedenspflicht derzeit nicht gestreikt werden.

Freitag, 19. Juni 2026, 11:59 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Zuspitzung in Berlin: Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag erhöhen.  Bildquelle: Getty Images

Für den heutigen Freitag hat die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik im Einzelhandel in Berlin aufgerufen. Der Großhandel befinde sich sowohl in Berlin als auch in Brandenburg seit heute im Warnstreik, teilte Verdi mit. Im Brandenburger Einzelhandel kann wegen einer noch andauernden Friedenspflicht derzeit nicht gestreikt werden.

Wie groß die Auswirkungen sein werden, ist unklar. In der Vergangenheit führten Streiks im Handel selten zu Schließungen von Geschäften, da der Organisationsgrad von Verdi in dem Bereich nicht so groß ist.

Nächste Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag

Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent, mindestens jedoch um 222 Euro monatlich.

Außerdem fordert die Gewerkschaft einen rentensicheren Mindeststundenlohn von 14,90 Euro, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Für den Großhandel werden 220 Euro monatlich verlangt, was ebenfalls sieben Prozent für die meisten Beschäftigten entspricht, sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro.

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag erhöhen. 

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