Branche lässt Federn Gastgewerbe verliert real 2,1 Prozent Umsatz

Das Gastgewerbe in Deutschland hat 2025 preisbereinigt 2,1 Prozent weniger Umsatz gemacht. Steigende Kosten und Konsumzurückhaltung belasten die Branche. Die Mehrwertsteuersenkung für Speisen kommt bei den Kunden kaum an.

Freitag, 20. Februar 2026, 11:46 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Frequenz- und Umsatzbringer: Die Handelsgastronomie spielt in vielen Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels eine wichtige Rolle. Bildquelle: Wasgau

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Jahr 2025 preisbereinigt weniger Umsatz erwirtschaftet. Real schrumpften die Einnahmen um 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Nominal stiegen die Umsätze nur dank höherer Preise um 1,4 Prozent.

Selbst im Weihnachtsmonat Dezember weniger Umsatz

Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Pensionen verzeichneten 2025 real ein Umsatzminus von 2,0 Prozent. In der Gastronomie fiel der Rückgang mit 2,2 Prozent noch stärker aus. Selbst im Dezember mit vielen Feiern in der Weihnachtssaison gingen die Umsätze preisbereinigt zurück, wie das Bundesamt weiter mitteilte.

Die Gastronomie steht den Angaben zufolge seit Jahren unter Druck. Steigende Kosten für Energie und Lebensmittel sowie die Konsumzurückhaltung der Verbraucher setzen der Branche zu. Essengehen ist für viele Menschen zum Luxus geworden, weil die Preise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

Bundesregierung senkt Mehrwertsteuer auf 7 Prozent

Seit Jahresbeginn gilt für Speisen in der Gastronomie der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent statt zuvor 19 Prozent. Die Bundesregierung wollte damit die Branche entlasten. Gäste spüren in vielen Restaurants und Cafés jedoch nichts davon; viele Betriebe behalten die Steuerersparnis ein. Im Januar war der Besuch in Gaststätten sogar 3,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. 

Aus der Gastronomie hieß es zuletzt, die Steuersenkung verschaffe den Betrieben Luft angesichts steigender Energie-, Waren- und Lohnnebenkosten. Hotels und Pensionen stützte 2025 zumindest der starke Deutschland-Tourismus, der ein Rekordjahr erlebte, so das Bundesamt.

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