Konsumverhalten Verbraucher sparen vor allem bei Freizeit und Urlaub

Viele Menschen in Deutschland schränken ihre Ausgaben ein. Lebensmittel gehören dabei aber nicht zu den Bereichen, bei denen am stärksten gespart wird. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov.

Freitag, 13. Februar 2026, 09:53 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Sofa, neue Winterjacke oder Restaurantbesuch? Eine Umfrage zeigt, bei welchen Ausgaben sich Verbraucherinnen und Verbraucher besonders beschränken. Lebensmittel sind es nicht. Bildquelle: Getty Images

Viele Verbraucher in Deutschland schnallen den Gürtel enger und fahren ihren Konsum herunter, allerdings nicht am häufigsten bei Lebensmitteln. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presseagentur. Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, bei Lebensmitteln besonders zu sparen.

Am stärksten sparen die Verbraucher bei Freizeitaktivitäten wie Kino, Theater, Konzerten und Restaurantbesuchen. 42 Prozent der Befragten nannten diesen Bereich. Auch bei Urlauben verzichten viele: 34 Prozent sparen hier. Bei Möbeln sind es 32 Prozent, bei Bekleidung 29 Prozent und bei Elektronikprodukten 28 Prozent. Jeder Fünfte gab an, in keinem der genannten Bereiche zu sparen. Yougov befragte vom 6. bis 9. Februar 2.100 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren. Die Teilnehmer konnten bis zu zwei Bereiche auswählen.

Die Umfrage zeigt Unterschiede zwischen den Gruppen: Junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren schränken sich bei Lebensmitteln überdurchschnittlich stark ein. Auch bei Bekleidung sparen sie häufiger als andere Altersgruppen. Bei Freizeitaktivitäten dagegen verzichten sie seltener. Frauen sparen bei Bekleidung häufiger als Männer.

Statistisches Bundesamt meldet 37 Prozent höhere Lebensmittelpreise

Die Zurückhaltung beim Konsum hängt vermutlich mit den gestiegenen Alltagskosten zusammen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich seit 2020 um fast 37 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein Wocheneinkauf, der vor mehr als fünf Jahren 100 Euro kostete, kostet heute rechnerisch etwa 137 Euro. Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im Dezember im Schnitt knapp 23 Prozent über dem Niveau von 2020.

Auch andere Bereiche sind teurer geworden: Eine Hauptspeise in der Gastronomie verteuerte sich um 36 Prozent, ein alkoholisches Getränk dort um 29 Prozent. Der Kinobesuch kostet 26 Prozent mehr als 2020, der Theaterbesuch 16 Prozent. Eine Pauschalreise im Inland kostet laut Bundesamt durchschnittlich 27 Prozent mehr, eine auf die Kanaren 53 Prozent. Ein Bett kostet 23 Prozent mehr, ein Kleiderschrank 28 Prozent.

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