Handelskonflikt China erhebt Zölle auf EU-Milchprodukte

China verhängt Zölle von bis zu 11,7 Prozent auf bestimmte Käse- und Milchsorten aus der EU. Die Aufschläge gelten für fünf Jahre und treffen auch deutsche Hersteller. Peking begründet die Maßnahme mit unfairen Subventionen.

Donnerstag, 12. Februar 2026, 12:39 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Unfaire EU-Subventionen? China verhängt Zölle auf bestimmte Käse- und Milchsorten aus der Europäischen Union. Bildquelle: Adobe Stock

China hat endgültige Zölle auf bestimmte Milchprodukte aus der Europäischen Union verhängt. Die Aufschläge betragen bis zu 11,7 Prozent und gelten für die kommenden fünf Jahre, wie das Handelsministerium in Peking mitteilte. Betroffen sind auch deutsche Hersteller.

Ministerium: Keine direkten Auswirkungen auf Verbraucher

Die Zölle gelten ab diesem Freitag für bestimmte Sorten frischen und verarbeiteten Käses sowie für Milch und Sahne über einem gewissen Fettgehalt, die in erster Linie zum Verzehr gedacht sind. Die Sätze liegen damit deutlich unter den vorläufigen Zöllen, die China im Dezember verhängt hatte und die zwischen 21,9 und 42,7 Prozent betrugen.

Neben deutschen Produzenten sind laut einer Liste der Behörde auch Firmen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Italien betroffen. Die Zollsätze schwanken je nach Firma zwischen 7,4 und 11,7 Prozent. Direkte Auswirkungen für Verbraucher in Europa dürften die Zölle nicht haben, teilte das Handelsministerium mit.

Peking untersuchte EU-Subventionen seit Sommer 2024

Das Handelsministerium hatte die Produkte seit August 2024 wegen mutmaßlich unfairer Subventionen untersucht. Die importierten Milcherzeugnisse aus der EU seien subventioniert und schädigten damit chinesische Milchprodukte-Hersteller, erklärte die Behörde. Ein Sprecher des Ministeriums betonte, die Untersuchung sei nach Prinzipien der Fairness, Unparteilichkeit und Offenheit verlaufen.

Die Untersuchungen gelten als Gegenmaßnahme zu den von Brüssel im November 2024 eingeführten Zöllen auf Elektroautos, die in China hergestellt wurden. China hatte in anderen Fällen bereits ähnlich reagiert und etwa gegen aus der EU importierte Schweinefleischprodukte oder Weinbrand ermittelt. Die EU-Kommission hatte sich bereits im Dezember besorgt über die Verhängung vorläufiger Aufschläge geäußert.

Anzeige

analytica 2026

Digitale Möbel als Hebel für den POS

Intelligente Hardware und Technologien wie KI statten Händler mit neuen Möglichkeiten aus, das Gesamterlebnis Point of Sale zu verbessern. Ein smartes Möbel für Gebäck zeigt, wie’s geht.
Mehr erfahren

Anzeige

ITA ISM

Italien zeigt Kompetenz auf der BIOFACH 

Auf dem Gemeinschaftsstand der Italian Trade Agency präsentieren 65 Betriebe aus 16 Regionen Italiens ihre kulinarischen Köstlichkeiten.

Mehr erfahren

Neue Produkte

Regional-Star 2025 - Die Nominierten