Nachhaltige Logistik Aldi Süd setzt Wasserstoff-Lkw ein

Aldi Süd nimmt einen Wasserstoff-Lkw in Betrieb. Das Fahrzeug soll jährlich über 80.000 Kilometer zurücklegen. Die Umstellung auf grünen Wasserstoff könnte die CO2-Emissionen um 90 Prozent senken.

Freitag, 11. Oktober 2024, 13:25 Uhr
Theresa Kalmer
Eine Reichweite von mindestens 350 Kilometer hat der neue Wasserstoff-Lkw von Aldi Süd. Bildquelle: Aldi Süd

Der Discounter Aldi Süd hat Ende August in seiner Regionalgesellschaft Aichtal einen Wasserstoff-Lkw in Betrieb genommen. Dies teilte das Unternehmen mit. Der Lkw von Hyundai ergänzt die bestehende Flotte von vier Elektro-Lkw in den Regionalgesellschaften Rastatt und Helmstadt.

Aldi Süd will den neuen Wasserstoff-Lkw im Zweischichtbetrieb einsetzen und jährlich mehr als 80.000 Kilometer zurücklegen lassen. Die Reichweite des Fahrzeugs beträgt nach Unternehmensangaben mindestens 350 Kilometer. Die Fahrer können die Tanks innerhalb von 15 Minuten vollständig befüllen.

„Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Element der Unternehmensstrategie von Aldi Süd. Unsere Logistik spielt dabei eine zentrale Rolle“, erklärte Alexander Markov, Managing Director National Supply Chain Management, in der Mitteilung. Das Unternehmen arbeite daran, die CO2-Emissionen in der Logistik zu senken und die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten.

H2Mobility plant Umstellung auf grünen Wasserstoff

Aldi Süd kooperiert für den Betrieb des Wasserstoff-Lkw mit H2Mobility, dem lokalen Betreiber öffentlicher Wasserstoff-Tankstellen in der Region Stuttgart. H2Mobility plant laut Aldi Süd, ab Ende des Jahres an seinen Tankstellen auf grünen Wasserstoff umzustellen. Dadurch sollen die Betreiber über 90 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Diesel-Lkw einsparen können.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr förderte das Projekt im Rahmen einer Richtlinie mit über 367.000 Euro. Aldi Süd bezeichnete den Einsatz des Wasserstoff-Lkw als Teil seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Das Unternehmen habe sich zu den Pariser Klimazielen bekannt und verringere seine CO2-Emissionen in allen Unternehmensbereichen. Dazu gehören nach eigenen Angaben auch die Förderung von Elektromobilität durch Ladestationen auf Filialparkplätzen und die Nutzung von Grünstrom in Filialen und Logistikzentren. Aldi Süd gab an, seine betriebsbedingten Treibhausgasemissionen seit 2016 um 50 Prozent verringert zu haben.

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