Die deutschen Innenstädte haben in den ersten sechs Monaten 2024 einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen erlebt. Laut einer Analyse des Dienstleisters Hystreet, der die Besucherzahlen in den Innenstädten misst, stiegen die Passantenfrequenzen bundesweit um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig sei der Anstieg während der Fußball-Europameisterschaft im Juni. Vor allem in den Austragungsorten habe das viele zusätzliche Besucher angelockt.
Hystreet zählt die Passantenfrequenzen in 110 Städten an 311 Standorten mit Laserscannern rund um die Uhr das ganze Jahr über vollautomatisch. Nach Angaben des Unternehmens liegt die Genauigkeit der Messungen bei 99 Prozent.
München liegt hiernach mit den am meisten besuchten Einkaufsstraßen vorne. Die Kaufinger Straße zählte in den ersten sechs Monaten des Jahres 13,8 Millionen Passanten, was einem Anstieg von 7 Prozent entspricht. In der Neuhauser Straße wurden 13,4 Millionen Besucher gezählt, ein Plus von 4 Prozent. Auch die Georgstraße in Hannover und die Königstraße in Stuttgart verzeichneten Zuwächse von 8 beziehungsweise 20 Prozent. Letztere erreichte 10,1 Millionen Besucher, ebenso wie die Schildergasse in Köln, die jedoch einen Rückgang von 2 Prozent aufwies.
Ein besonderer Effekt wurde während der Fußball-Europameisterschaft im Juni sichtbar. In Stuttgart stieg die Frequenz in der Königstraße in dem Monat um 36,6 Prozent, in der Kaufingerstraße in München um 17,2 Prozent. Die Bahnhofstraße in Gelsenkirchen verzeichnete 13,3 Prozent mehr Besucher, der Westenhellweg in Dortmund verzeichnete ein Plus in Höhe von 11,7 Prozent. „Events sind generell ein Schlüssel für belebte Innenstädte. Das gilt nicht nur für Großveranstaltungen wie die Fußball-EM, sondern auch für klassische Stadtfeste und City-Events“, betont Hystreet-Geschäftsführer Julian Aengenvoort.

