Der Karneval bringt der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro. Das zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Am Donnerstag beginnt der Straßenkarneval, der trotz einer mit 100 Tagen ungewöhnlich kurzen Session erhebliche Umsätze generiert.
Die Einnahmen liegen mehr als 100 Millionen Euro unter denen des Vorjahres. Damals dauerte die Session mit 115 Tagen 15 Tage länger als in diesem Jahr, wie das Institut mitteilte. Köln bleibt mit 850 Millionen Euro Umsatz das wirtschaftliche Zentrum des Karnevals.
400 Millionen Euro für Kostüme und Kamelle
Die Gastronomie profitiert am stärksten von den Feierlichkeiten. Rund 900 Millionen Euro geben die Jecken für Getränke und Speisen aus. Doch auch der Einzelhandel verzeichnet kräftige Umsätze: Rund 400 Millionen Euro fließen in Kostüme und Kamelle. Damit ist der Handel nach der Gastronomie der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor während der Karnevalstage. Die kauffreudigen Kunden sorgen vor allem in Kostümgeschäften und bei Süßwarenverkäufern für volle Kassen.
Kölner Hotels verlangen deutlich mehr
Für Bus und Bahn zahlen die Narren rund 290 Millionen Euro, für Übernachtungen etwa 210 Millionen Euro. Weitere 162 Millionen Euro fließen in Tickets und den Wagenbau, wie die Studie zeigt. Die Hotelpreise in Köln steigen während der Hauptkarnevalstage im Schnitt um fast 90 Euro, was einem Aufschlag von rund 66 Prozent entspricht. In Düsseldorf und Mainz sinken die Preise dagegen leicht. Das liegt den Angaben zufolge daran, dass Düsseldorf und Mainz vor allem Besucher aus der Region anziehen, während Köln Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland verzeichnet.
„Karneval schafft für ein paar Tage Abstand von den schlechten Nachrichten und rückt das Gemeinsame in den Mittelpunkt“, zitierte das Institut den Ökonomen Marc Scheufen in der Mitteilung. Das sei nicht nur gut für das eigene Wohlergehen, sondern auch für die Wirtschaft.

