Über Tiktok-Shop verkauft Edeka-Händler Pascal Seifert Waren für 100.000 Euro im Monat. Snap-Manager Jan Müller hält dagegen: Auch Snapchat soll Verkäufe auslösen, direkt im Supermarkt. Doch wie lässt sich beweisen, dass die Werbung den Kunden an die Kasse gebracht hat?
In dieser Folge von Regalplatz spricht Elena Kuss mit Jan Müller, der bei Snap große Werbekunden im deutschsprachigen Raum betreut. Er erklärt, wie Lebensmittelhändler über Snapchat Kunden erreichen und in ihre Märkte bringen sollen. Dabei geht es um Einblicke hinter den Pfandautomaten, interaktive Kameraeffekte und die Möglichkeit, den eigenen Supermarkt auf der Snap Map zu bewerben.
Ein besonders persönlicher Bereich der App steht Unternehmen inzwischen ebenfalls offen: der Chat. Zwischen Nachrichten von Freunden können Werbebotschaften auftauchen. Wie verhindert Snap, dass diese Nähe die Nutzer verärgert? Und welche Inhalte passen zu einer Plattform, auf der Menschen vor allem mit Freunden und Familie kommunizieren?
Müller hält Snapchat im Lebensmittelhandel für unterschätzt. Nach seinen Angaben nutzen monatlich mehr als 19 Millionen Menschen in Deutschland die App, 80 Prozent davon sind volljährig. Trotzdem konzentriert sich etwa Rewe inzwischen stärker auf Meta und Tiktok. Wir sprechen darüber, was aus Müllers Sicht dafür spricht, Werbebudgets auf mehrere Plattformen zu verteilen.
Entscheidend bleibt die Frage nach dem zusätzlichen Verkauf. Müller erläutert, wie Kundenkarten, Datenabgleiche sowie Test- und Kontrollgruppen helfen können, die Wirkung einer Kampagne zu prüfen. Denn wenn nach einer Anzeige mehr Ware über das Kassenband geht, muss das noch lange nicht an Snapchat liegen.