Der Bundesverband für Alternative Proteinquellen (Balpro) hat bei seiner Mitgliederversammlung Kristal Golan als Vorständin und Leiterin der Arbeitsgruppe Alternative Food Systems bestätigt. Dies teilte der Verband mit. Golan führt die Geschäfte der Bigupro und der Agrifoodtech Venture Alliance. Zuvor leitete sie bei Baywa den Bereich neue Proteinlösungen.
„Ein wettbewerbsfähiger Sektor alternativer Proteine braucht starke und miteinander vernetzte Wertschöpfungsketten, die den gesamten Prozess vom Rohstoff bis zum Endprodukt abdecken“, sagte Golan. Deutschland habe entlang dieser Ketten großes wirtschaftliches Potenzial, das durch bessere Vernetzung, gezielte Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen erschlossen werden könne.
Der Verband will nach eigenen Angaben die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Sektor alternativer Proteine in Deutschland stärken. Der von der Bundesregierung angekündigte nationale Proteinplan biete dafür einen wichtigen Ansatzpunkt. Balpro will den politischen Prozess begleiten und die Expertise seiner Mitglieder sowie konkrete Vorschläge aus der Branche einbringen.
Balpro fordert Angleichung der Mehrwertsteuer
Der Verband fordert bessere Wettbewerbsbedingungen und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört laut der Mitteilung die Angleichung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Milchalternativen an vergleichbare tierische Produkte. Ebenso wichtig seien effiziente und verlässliche Zulassungsverfahren, die Investitionen und Markteinführungen erleichterten.
Balpro wurde 2019 gegründet und zählt nach eigenen Angaben rund 100 Mitglieder entlang der Wertschöpfungskette alternativer Proteine. Zu den Mitgliedern gehören Unternehmen aus den Bereichen pflanzenbasierte Lebensmittel, Fermentation und kultivierte Lebensmittel sowie weitere Akteure der Lebensmittelwirtschaft. Vorstandsvorsitzender ist Fabio Ziemßen.