Die Bäckerei Moos aus Aßlar in Hessen hat beim Amtsgericht Wetzlar ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht ordnete die vorläufige Eigenverwaltung an, wie es auf Anfrage bestätigte. Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und betreibt 59 Standorte in Mittelhessen und im Rhein-Main-Gebiet.
Die Bäckereikette verkauft ihre Produkte in Supermärkten und eigenen Filialen und beliefert verschiedene Einrichtungen. Das 36 Jahre alte Unternehmen litt zuletzt unter hohen Rohstoff- und Energiekosten, wie ein Sprecher von Sanierungsgeschäftsführer Stefan Hofherr von der Kanzlei Wellensiek mitteilte.
Im Rahmen eines sogenannten Schutzschirmverfahrens sollen nun die Weichen für die Sanierung gestellt werden. Dieses Verfahren ermöglicht das Gericht nur Firmen, die noch zahlungsfähig sind und gute Sanierungsaussichten haben. Derzeit prüft das Unternehmen verschiedene Optionen, zu Details machte der Sprecher keine Angaben. Begleitet wird das Verfahren von Rechtsanwalt und Sachwalter Jan Roth aus Frankfurt.
Die Einkommen der Beschäftigten sind bis einschließlich Dezember über das Insolvenzgeld abgedeckt und sollen danach wieder aus dem laufenden Betrieb bestritten werden, wie der Sprecher weiter mitteilte.