Der Getränkehersteller Bionade sorgt zusammen mit der Biodiversity Foundation von Ingrid Rudolph-Steffens und Dirk Steffens für ein neues Feuchtbiotop in Ostheim. Die Partner realisieren dieses Projekt im Rahmen ihrer Initiative „Vielfalt 2030“.
Ronny Lindstädt, Marketingleiter bei Bionade, erläutert: „Wir legen in jedem Frühjahr eine unserer Bionade--Sorten als Design-Sonderedition auf. Die Sonderetiketten werden von unserer Community gestaltet. Jede verkaufte Flasche dieser Edition generiert eine Spende von 5 Cent für die Biodiversity Foundation.“ Im letzten Jahr konnten 50.000 Euro für das Feuchtbiotop-Projekt an die Stiftung von Ingrid Rudolph-Steffens und Dirk Steffens gespendet werden.
In diesem Frühjahr begannen die ersten Arbeiten. Jetzt im Herbst wurden 65 Pflanzen, fünf verschiedene Gehölz- und sieben Wasserpflanzenarten, in die Erde gebracht. Dafür kamen alle Projekt-Partner nach Ostheim. Einer der Partner, Bionade-Vertragslandwirt Martin Ritter, hat die Fläche für das Feuchtbiotop zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird von den beiden Umweltunternehmen „Immerbunt“ und „Artenglück“ geleitet.
Lebensraum-Mosaik für viele Arten
„Das Feuchtbiotop liegt in einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Gerade in einer solchen Umgebung ist ein kleinräumiges Feuchtbiotop ökologisch besonders wirksam“, erläutert Immerbunt-Geschäftsführer Tom Junge. „Mit der Anpflanzung der verschiedenen Gehölze, Wasser- und Uferpflanzen schaffen wir ein Lebensraum-Mosaik für viele Arten. Das über mehrere Monate gestaffelte Blühangebot bietet Insekten Nahrung. Kleine Amphibien und Wasserorganismen profitieren von der dichten Ufervegetation und den strukturreichen Flachwasserbereichen“, ergänzt Artenglück-Geschäftsführer Felix Schulze-Varnholt.
Das Projekt Feuchtbiotop ist mit der jetzigen Pflanzung keinesfalls beendet. Bio-Landwirt Martin Ritter übernimmt die kontinuierliche Pflege der Sträucher, um so die Vegetation im Gleichgewicht zu halten. Die Umweltexperten von Immerbunt und Artenglück werden das Projekt wissenschaftlich begleiten.
Im Frühjahr wurde vor dem Start der ersten Erdarbeiten der Null-Zustand erfasst. Dafür wurde der Boden mittels eDNA-Verfahren auf Spuren von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen untersucht. Außerdem wurden Insekten und Vögel gezählt. Mithilfe dieser Verfahren wird die Artenentwicklung im Feuchtbiotop nun kontinuierlich beobachtet.