VdF-Umfrage Für junge Menschen werden alkoholfreie Angebote wichtiger

Die Trinkgewohnheiten junger Menschen verändern sich. Fruchtsaft und alkoholfreie Cocktails werden häufiger konsumiert, während der regelmäßige Alkoholkonsum zurückgeht. Das bestätigen eine Yougov-Befragung im Auftrag des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) und aktuelle Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 15:52 Uhr
Thomas Klaus
Junge Menschen trinken anders: Während regelmäßiger Alkoholkonsum seltener wird, finden Fruchtsaft und Mocktails häufiger ihren Weg ins Glas. Bildquelle: VdF

Zusammen ergeben eine Yougov-Befragung im Auftrag des VdF und aktuelle Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit das Bild einer jungen Generation, in deren Getränkealltag alkoholfreie Angebote bedeutsamer werden.

42 Prozent der interviewten 16- bis 26-Jährigen gaben im Juli 2026 im Rahmen der VdF-Befragung an, täglich oder mehrmals pro Woche Fruchtsaft zu trinken. Bei der Vorjahresbefragung unter 16- bis 25-Jährigen waren es 24,6 Prozent. Besonders deutlich stieg der Anteil der täglichen Konsumenten: von 5,8 Prozent auf 17,6 Prozent. Weitere 24,5 Prozent trinken mehrmals pro Woche Fruchtsaft, nach 18,8 Prozent im Vorjahr.

Auch alkoholfreie Cocktails haben sich bei vielen jungen Menschen etabliert. 78,3 Prozent haben bereits einen Mocktail probiert. Jeder Vierte trinkt die sogenannten Mocktails regelmäßig, im Vorjahr waren es elf Prozent. Fruchtsaft spielt dabei eine wichtige Rolle: 46,2 Prozent der Befragten nennen ihn als wesentlichen Bestandteil eines Mocktails. Zugleich sagen 35,1 Prozent, Fruchtsaft spiele in ihrem Leben eine große Rolle. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil bei 21,7 Prozent.

Höheres Einstiegsalter für Alkoholkonsum

Die Entwicklung bei Fruchtsaft und Mocktails trifft auf einen langfristigen Rückgang des Alkoholkonsums. Nach der im September 2026 veröffentlichten Drogenaffinitätsstudie des BIÖG tranken 2025 insgesamt 6,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen wöchentlich Alkohol. Unter den 18- bis 25-Jährigen waren es 25 Prozent. Beide Werte lagen nach Angaben des Instituts auf einem historischen Tiefstand.

Auch der Einstieg erfolgt später. Das durchschnittliche Alter beim ersten Glas Alkohol stieg von 14,1 Jahren im Jahr 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2025. Über denselben Zeitraum sank der Anteil der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, die innerhalb der vorangegangenen 30 Tage Alkohol getrunken hatten, von 58,4 auf 32,9 Prozent. Bei 18- bis 25-Jährigen verringerten sich die Werte von 84,4 Prozent im Jahr 2004 auf 69,3 Prozent im Jahr 2025.

Das Verbindende der Ergebnisse der unabhängig voneinander durchgeführten Befragungen ist die wachsende Bedeutung alkoholfreier Getränke im Alltag junger Menschen: Während regelmäßiger Alkoholkonsum seltener wird, finden Fruchtsaft und Mocktails häufiger ihren Weg ins Glas.

Die Angaben zum Fruchtsaft- und Mocktailkonsum beruhen auf zwei Online-Befragungen von Yougov Deutschland im Auftrag des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie. An der Befragung im Juli 2025 nahmen 751 Personen im Alter von 16 bis 25 Jahren teil. Im Juli 2026 wurden 757 Personen im Alter von 16 bis 26 Jahren befragt. Die Erhebung wurde nach Alter und Geschlecht quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Generation Z.

Für die Drogenaffinitätsstudie befragte das BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Menschen zwischen zwölf und 25 Jahren telefonisch.

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