Edeka und Coca-Cola haben ihren Preisstreit beigelegt. Eine Sprecherin des Getränkeriesen bestätigte gegenüber der Lebensmittel Praxis einen entsprechenden Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“. Vorangegangen waren Einigungen mit Rewe, Aldi und Kaufland. Alle Gespräche mit Kunden seien abgeschlossen, man beliefere alle Händler, teilte die Sprecherin mit. Edeka wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern.
Den intensivsten Konflikt zur Erhöhung der Abgabepreise um durchschnittlich 3 Prozent führte Coca-Cola laut Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“ mit Edeka. Hier habe ein Lieferstopp bei den 1-Liter-Getränkekisten zu Lücken in den Getränkeabteilungen von Edeka geführt.
Coca-Cola-Manager Florian von Salzen sagte mit Blick auf die Einigung: „Am Ende zählt, dass Shopper unsere Getränke jederzeit und überall finden.“ Weiter ließ sich der Geschäftsführer Commercial bei Coca-Cola Europacific Partners Deutschland mit den Worten zitieren: „Unser Anspruch ist, nicht nur selbst zu wachsen, sondern Wachstum für die gesamte Kategorie und den Handel zu schaffen. Dass Coca-Cola deutlich stärker zulegt als der FMCG-Markt und dem Handel einen dreistelligen Millionenbetrag zusätzlichen Umsatz bringt, zeigt: Unsere Strategie und Umsetzung sorgen für messbare Wertschöpfung.“ Das Unternehmen teilte unter Berufung auf Nielsen-Daten mit, Coca-Cola habe dem Handel von Januar bis Ende Juli gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von mehr als 150 Millionen Euro beschert.
Besonders die zuckerfreien Zero-Getränke seien ein Wachstumstreiber, betonte von Salzen. „Unsere Zero-Getränke wachsen mehr als doppelt so stark wie das Segment insgesamt.“ Man habe das Angebot ausgebaut und investiere auch aktuell in Innovationen und Sichtbarkeit. Dieser Trend dürfte sich mit Einführung der Zuckersteuer auf Softdrinks weiter beschleunigen. Die Bundesregierung hat sich Mitte Oktober auf eine Einführung zur Mitte 2027 geeinigt.
Kleingebinde-Strategie des Konzerns geht auf
Unterdessen scheint sich die Strategie des Konzerns auszuzahlen, auf Kleingebinde wie Dosen und Glasflaschen zu setzen. Das entspreche den veränderten Konsumgewohnheiten, sagte von Salzen. „Die Menschen suchen häufiger nach der passenden Portion für unterwegs oder nach dem unmittelbaren Genuss. Deshalb wachsen unsere kleinen Gebinde stärker als der Markt, bei Dosen erreichen wir sogar ein Absatzplus von fast 20 Prozent.“
Coca-Cola investiert entsprechend in neue Kapazitäten. Eine zusätzliche Dosenlinie am Standort in Halle an der Saale für 45 Millionen Euro soll nach Unternehmensangaben in wenigen Wochen in Betrieb gehen. Es handle sich um die vierte Dosenlinie im deutschen Produktionsnetzwerk, hieß es.