Neues Konzept Wasgau eröffnet eigenes Outlet für Restbestände

Der Lebensmittelhändler Wasgau verkauft in Pirmasens ausgelistete Artikel und Restposten zu mindestens 50 Prozent unter dem regulären Preis. Das Outlet bündelt Waren, die bisher dezentral in den einzelnen Märkten abverkauft wurden. Ob das Konzept ausgeweitet wird, will das Unternehmen erst nach einer Testphase entscheiden.

Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:51 Uhr - Strategien
Manuel Glasfort
Zu hohen Rabatten verkauft Wasgau in seinem neuen Outlet ausgelistete Artikel und Restposten. Bildquelle: Wasgau

Der Lebensmittelhändler Wasgau hat in Pirmasens ein eigenes Outlet eröffnet, in dem das Unternehmen Restbestände und ausgelistete Artikel zu stark reduzierten Preisen verkauft. Die Preise liegen nach Angaben des Unternehmens mindestens 50 Prozent unter dem ursprünglichen Verkaufspreis.

Hintergrund des neuen Konzepts ist nach Angaben von Wasgau der Umgang mit Waren, die durch Sortimentswechsel, ausgelaufene Aktionen oder saisonale Veränderungen nicht mehr in das reguläre Angebot der Frischemärkte passen. Bisher verkauften die einzelnen Märkte solche Bestände dezentral – das band Regal- und Lagerflächen und erschwerte die Aufnahme neuer Produkte. Das Outlet bündelt diese Waren nun an einem zentralen Standort in unmittelbarer Nähe des Zentrallagers. Wasgau nutzt dafür einen rund 80 Quadratmeter großen Bereich einer ehemaligen Reinigung, der seit 2023 leer stand.

Das Sortiment wechselt den Angaben zufolge laufend und umfasst derzeit rund 120 Artikel – darunter Süßwaren, Drogerieartikel, Getränke, Saisonware und Non-Food-Produkte. Kühlpflichtige und verderbliche Frischeartikel sowie beschädigte oder qualitätskritische Ware schließt das Unternehmen ausdrücklich aus. „Das Wasgau-Outlet ist kein Abverkaufsmarkt für Ware mit kurzfristigem Verfallsdatum oder beeinträchtigter Qualität“, heißt es in der Mitteilung.

Wasgau setzt auf Self-Scanning und bargeldlose Zahlung

Für den Betrieb des Outlets entstehen laut Wasgau zwei neue Vollzeitstellen. Insgesamt arbeiten vier Mitarbeiter im Wechsel, mindestens einer davon ist während der Öffnungszeiten vor Ort. Das Outlet setzt auf eine Self-Scanning-Kasse und akzeptiert ausschließlich bargeldlose Zahlung. Geöffnet ist montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr mit einer Mittagspause zwischen 13 und 14 Uhr. Bei der Einrichtung griff das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Regalsysteme zurück, die zuvor in Frischemärkten im Einsatz waren.

Einen festen Endtermin für das Projekt gibt es laut Wasgau nicht. Ob und in welcher Form das Konzept weiterentwickelt werde, entscheide das Unternehmen erst nach Auswertung der Erfahrungen am Standort Pirmasens. Das Outlet soll nach Darstellung des Unternehmens auch dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, und ergänze bestehende Maßnahmen wie die Zusammenarbeit mit der Tafel, der App Too Good To Go und Foodsharing.

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