Die deutsche Salatgurkenernte ist im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ernteten deutsche Betriebe rund 70.400 Tonnen Salatgurken – knapp 800 Tonnen weniger als im Vorjahr. Die BLE beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. 95 Prozent der Ernte stammten demnach aus dem Anbau unter hohen Schutzabdeckungen.
Trotz der rückläufigen Ernte bleibt die Gurke eines der beliebtesten Gemüse in Deutschland. Laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) belegt sie seit Jahren Platz vier hinter Tomaten, Möhren und Zwiebeln. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Salat- und industriell verarbeiteten Gurken stieg im Wirtschaftsjahr 2024/25 auf 8,5 Kilogramm – ein Plus von 300 Gramm gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den heimischen Anbau von insgesamt 285.000 Tonnen Salat- und Einlegegurken ergänzten laut der BLE-Mitteilung Einfuhren von 722.000 Tonnen, die vor allem aus den Niederlanden und Spanien kamen. Der Selbstversorgungsgrad lag demnach bei rund 31 Prozent.
Regional dominieren drei Bundesländer die Produktion unter Schutzabdeckungen: Niedersachsen führt mit 25.627 Tonnen, gefolgt von Bayern mit 17.635 Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 9.981 Tonnen. Zusammen kommen diese drei Länder laut der Mitteilung auf 82 Prozent der unter Schutzabdeckungen geernteten Salatgurken. Im geschützten Anbau ernteten deutsche Betriebe 2025 insgesamt 66.651 Tonnen auf 218 Hektar, während der Freilandanbau lediglich 3.744 Tonnen auf 118 Hektar lieferte.
Die aktuelle Saison für den heimischen Anbau beginnt der BLE zufolge derzeit unter Schutzabdeckungen. Im Supermarkt sind Salatgurken das ganze Jahr über verfügbar. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt laut der Mitteilung, Gurken nicht zu schälen, da vor allem die Schale Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthalte.
