Sonderplatzierung Rewe startet bundesweite Start-up-Plattform

Rewe richtet eine bundesweite Plattform für Start-up-Produkte ein. Die Produkte sollen ab November in vielen Rewe-Märkten eine Sonderplatzierung erhalten. Selda Morina (Foto), Head of Start-up Lounge National, koordiniert den Auswahl- und Listungsprozess gemeinsam mit den regionalen Ansprechpartnern der Rewe-Niederlassungen.

Freitag, 01. August 2025, 09:37 Uhr
Theresa Kalmer
Selda Morina, Head of Start-up Lounge National, ist jetzt bundesweit zentrale Ansprechpartnerin für interessierte Start-ups. Gemeinsam mit den regionalen Ansprechpartnern der Rewe-Niederlassungen bildet sie das Team „Start-up Lounge“. Bildquelle: Rewe Group

Der Lebensmittelhändler Rewe richtet eine bundesweite Plattform für Start-up-Produkte ein. Rewe will innovative Produkte von Jungunternehmen künftig in vielen seiner Märkte präsentieren. Die Produkte sollen ab November in einer großen Zahl von Rewe-Märkten angeboten werden, teilte das Unternehmen mit. Die Produkte erhalten dabei eine gebündelte Sonderplatzierung, die ihnen besondere Sichtbarkeit verschaffen soll.

Rewe hat dafür eine zentrale Ansprechpartnerin ernannt. Selda Morina, Head of Start-up Lounge National, koordiniert den Auswahl- und Listungsprozess gemeinsam mit den regionalen Ansprechpartnern der Rewe-Niederlassungen. Das Team entscheidet, welche Produkte in den Test gehen. „Allen Start-ups mit Lebensmittelinnovationen stehen bei uns die Türen offen. Wir schauen uns gerne alles an und bewerten individuell“, erklärte Morina laut der Mitteilung. Das Unternehmen will den Start-ups nach eigenen Angaben auch Beratung und Coaching anbieten sowie Partner zur Seite stellen.

Die Start-up-Produkte sollen in den Märkten gebündelt präsentiert werden. Alle drei Monate will das Team über die Nachfolgebelegung des Regals mit neuen Produktinnovationen entscheiden. Über die weitere Listung der getesteten Artikel entscheiden neben Verkaufsanalysen auch die Bewertungen der beteiligten Kaufleute. Erfolgreiche Start-up-Produkte will Rewe anschließend bundesweit in allen Rewe-Centern einführen. Regionale Konzepte und Aktivitäten mit Start-ups bleiben von dem nationalen Konzept unabhängig. Dies gilt auch für die Einführung von Trendartikeln etablierter Marken oder von Start-up-Produkten mit starkem regionalem Bezug.

Rewe-Manager Kniel sieht Vorteile für beide Seiten

„Vielfalt im Sortiment ist für Rewe ein klares Differenzierungsmerkmal und gelebter Kundenfokus. Und dazu gehören innovative Produkte“, zitierte das Unternehmen Daniel Kniel, Geschäftsführer Ware Vollsortiment bei der Rewe Group Buying. Start-ups reagierten schnell auf Ernährungstrends, hätten aber oft noch nicht die nötigen Kontakte und das Branchenwissen für eine bundesweite Vermarktung. „Außerdem erleben wir, dass sie Scheu haben, die große Rewe zu kontaktieren“, fügte Kniel hinzu.

Rewe betreibt nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 3.800 Märkte und beschäftigt mehr als 170.000 Mitarbeiter. Der Umsatz belief sich im Jahr 2024 auf 31,6 Milliarden Euro. Die genossenschaftliche Rewe Group, zu der Rewe gehört, erzielte im Jahr 2024 einen Gesamtaußenumsatz von über 96,1 Milliarden Euro und ist in 21 europäischen Ländern präsent. Die Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige Kaufleute betrieben.

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