Podcast mit Philipp Prechtl von der Koehler-Gruppe Papier statt Kunststoff – was können Lebensmittelverpackungen leisten?

Wie viel Kunststoff lässt sich bei Lebensmittelverpackungen sinnvoll durch Papier ersetzen? Elena Kuss spricht mit Philipp Prechtl von der Koehler-Gruppe über den Schutz empfindlicher Produkte, die Umstellung von Verpackungsanlagen und die Frage, ob neue EU-Regeln den Materialwechsel erleichtern.

Mittwoch, 04. November 2026, 16:00 Uhr
Theresa Kalmer
Bildquelle: Koehler

Schokolade, Nudeln, Mehl und Zucker liegen längst in Papierverpackungen im Regal. Bei Chips und Keksen wird es schwieriger. Hier entscheidet der Schutz vor Feuchtigkeit darüber, wie weit Papier noch kommen kann.

Wie viel Kunststoff lässt sich im Supermarkt sinnvoll durch Papier ersetzen? Diese Frage zieht sich durch das Gespräch von Elena Kuss mit Philipp Prechtl, Strategievorstand der Koehler-Gruppe. Der Papierhersteller sieht weiteres Potenzial, muss dafür aber noch technische Aufgaben lösen.

Eine davon ist die Wasserdampfbarriere. Sie soll verhindern, dass empfindliche Lebensmittel Feuchtigkeit ziehen. Prechtl berichtet, woran Koehler arbeitet, welche Anwendungen bereits möglich sind und warum Papier für manche Produkte an Grenzen stößt.

In dieser Folge von Regalplatz geht es um die Zukunft der Lebensmittelverpackung und die Entscheidungen auf dem Weg dorthin: Was müssen Hersteller testen? Wie aufwendig ist die Umstellung einer Verpackungsanlage? Und welche Rolle spielen Recyclingfähigkeit, Entsorgungskosten und das Image von Papier?

Außerdem ordnen wir zwei Abkürzungen ein: PPWR steht für die europäische Verpackungsverordnung, EmpCo für eine EU-Richtlinie, die Verbraucher unter anderem vor irreführender Umweltwerbung schützen soll. Beide beschäftigen die Branche. Aber beschleunigen die Regeln den Materialwechsel oder machen sie ihn komplizierter?

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