Der Umsatz von Bürger, des Herstellers von Maultaschen, Spätzle, Schupfnudeln, Gnocchi und anderer Pasta stieg im vergangenen Jahr um knapp 3 Prozent von 304 auf 312,8 Millionen Euro. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht.
Lebensmitteleinzelhandel trägt 66 Prozent zum Umsatz bei
Bürger sprach von einem „sehr soliden Geschäftsjahr“. Der Lebensmitteleinzelhandel trägt 66 Prozent zum Umsatz bei. Das Geschäft mit Großküchen, ausgewählten Industriekunden oder der Hotellerie und Gastronomie macht 34 Prozent vom Umsatz aus. Bürger beschäftigt mittlerweile über 1.300 Mitarbeiter an den beiden Standorten Ditzingen und Crailsheim.
Produktion in Crailsheim wird ausgebaut
Das Unternehmen musste im vergangenen Jahr mit deutlich gestiegenen Kosten zurechtkommen, insbesondere beim Ei. „Trotz Kostensteigerungen investieren wir weiter, weil wir langfristig denken und weitere große Absatzchancen in Deutschland sehen“, sagte Geschäftsführer Martin Bihlmaier.
Der Lebensmittelhersteller baut seine Produktion in Crailsheim aus. Das Unternehmen investiert in den kommenden drei Jahren über 70 Millionen Euro in das Werk im Kreis Schwäbisch Hall. Das Geld fließt unter anderem in vier neue Produktionslinien für Teigwaren, eine eigene Metzgerei und ein Gebäude.
Auch Marktführer bei Gnocchi
Im Jahr 2025 habe Bürger täglich rund 2,9 Millionen Maultaschen produziert, so Bihlmaier. Das entspricht 3.700 Lkw-Ladungen. Kein anderes Unternehmen in Deutschland produziert und verkauft mehr Maultaschen als Bürger. Nach eigenen Angaben ist Bürger folglich Marktführer im Bereich gekühlter Teigwaren in Deutschland. Das Sortiment umfasst rund 50 Varianten. Darüber hinaus sei Bürger seit 2025 auch Marktführer bei Gnocchi.
1963 begann Bürger mit der Produktion von Maultaschen. Die Fertigung erfolgte zunächst per Hand mit einer Tagesproduktion von etwa 1.000 Stück. Ein Jahr später entwickelte das Unternehmen die erste Maultaschen-Maschine.