Ernährungsindustrie Wächst wegen steigender Preise

Der Umsatz der Ernährungsindustrie ist im wichtigen Monat Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt betrug der Umsatz rund 15 Mrd. Euro. Der Zuwachs von 1,1 Prozent ist laut der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) vor allem auf gestiegene Verkaufspreise im In- und Ausland zurückzuführen. Preisbereinigt hingegen sank der Umsatz, das Minus lag bei 1,6 Prozent.

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Auch das Exportgeschäft konnte nur wertmäßig um 1,2 Prozent auf einen Ausfuhrwert von 4,6 Mrd. Euro zulegen. Der BVE spricht in diesem Zusammenhang von einer „schwachen Konjunktur“, die Industrie habe die Lebensmittelproduktion im Dezember „zurückgefahren“.

Der BVE wagt einen Ausblick auf das Geschäftsklima der Ernährungsbranche: Nach einem gedämpften Start ins Jahr 2017 habe sich die Stimmung im Februar wieder „deutlich aufgehellt“. Die Unternehmen schätzen demnach ihre Aussichten mehrheitlich positiv ein. Die Stimmung der Verbraucher fiel jedoch im Februar etwas gedämpfter aus, bleibt allerdings auf einem hohen Niveau. Als negative Faktoren nennt der BVE die anziehende Inflation und politische Unsicherheiten.

Die Ernährungsindustrie ist mit rund 581.000 Beschäftigten in 5.860 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands.