Die Deutschen konsumieren trotz Krisen weiter. 69 Prozent der Bundesbürger glauben, dass der Konsum in der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren zugenommen hat, wie eine aktuelle Studie von Consors Finanz zeigt. Für 60 Prozent der Befragten ist die eigene Kaufkraft gestiegen oder stabil geblieben.
Wirtschaftliche Situation zwingt zum Sparen
Die Verbraucher verbinden mit dem Einkaufen vor allem positive Emotionen. 83 Prozent der deutschen Konsumenten kaufen nach eigenen Angaben, weil sie sich selbst etwas gönnen wollen. 81 Prozent möchten durch Konsum ihre Lebensqualität verbessern. Für 64 Prozent der Befragten steigert der Kauf von Produkten das Selbstwertgefühl.
Die wirtschaftliche Situation zwingt allerdings viele Deutsche zum Sparen. 52 Prozent der Befragten geben an, nicht genügend Einkommen zu haben, um ihre Grundbedürfnisse abzudecken. 60 Prozent achten beim Einkauf zuerst auf den Preis. 43 Prozent beschränken sich auf das Notwendigste, wie aus der Studie hervorgeht.
Consors-Finanz-Studie zeigt gespaltenes Konsumverhalten
Die Verbraucher sehen den Konsum zunehmend kritisch. 60 Prozent der Befragten haben negative Assoziationen mit dem Begriff. 37 Prozent verbinden Konsum mit dem Schlagwort „Wegwerfgesellschaft“.
„Konsum bedient weitaus mehr als nur die reinen Grundbedürfnisse. Es schenkt uns Momente des Glücks“, so Oliver Schurack, Head of Retail Financial Solutions bei Consors Finanz.
Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Harris Interactive im November 2024 insgesamt 10.792 Personen in zehn europäischen Ländern. Die Befragten waren zwischen 18 und 75 Jahre alt.

