Verpackungsindustrie KHS investiert in neue Produktionshalle in Hamburg

Der Verpackungshersteller KHS baut am Standort Hamburg eine neue Halle für seine Beschichtungstechnik. Die Nachfrage nach den Maschinen hat sich laut Geschäftsführer Kai Acker in fünf Jahren vervierfacht. Die Fertigung soll künftig auf modulare Vormontage umgestellt werden, um Lieferzeiten zu verkürzen.

Mittwoch, 27. Mai 2026, 12:28 Uhr
Manuel Glasfort
Mit dem symbolischen Spatenstich startete am KHS-Werk in Hamburg der Bau der neuen Halle für das Produktcenter Barrieretechnologie. Bildquelle: Salzgitter AG

Der Verpackungshersteller KHS investiert nach eigenen Angaben mehr als elf Millionen Euro in eine neue Produktionshalle am Standort Hamburg. In dem Gebäude mit einer Grundfläche von rund 4.300 Quadratmetern sollen künftig alle Abteilungen der sogenannten Plasmax-Beschichtungstechnik zusammengeführt werden. Die Halle entsteht auf einem erweiterten Werksgelände am Hellmesbergerweg und soll im Frühjahr 2027 den Betrieb aufnehmen, wie das Unternehmen mitteilte.

„Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland“

Hintergrund der Investition ist laut KHS eine stark gestiegene Nachfrage nach Beschichtungsmaschinen. Die Nachfrage nach Maschinen der Baureihe Inno-Pet Fresh-Safe habe sich in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht, erklärte der Vorsitzende der KHS-Geschäftsführung, Kai Acker, anlässlich des Spatenstichs. „Der Bau der neuen Halle und die Erweiterung unseres Werksgeländes sichern langfristig Arbeitsplätze und sind ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland“, zitierte das Unternehmen Acker in der Mitteilung.

Bislang teilen sich die beiden Produktcenter für Streckblas- und Barrieretechnologie drei Werkshallen, die den Angaben zufolge an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Mit dem Neubau will KHS die Abläufe in der Fertigung neu organisieren: Statt Maschinen komplett an einem Ort aufzubauen, sollen die Mitarbeiter einzelne Module parallel an verschiedenen Arbeitsplätzen vormontieren und anschließend zur Gesamtmaschine zusammenfügen. Dadurch sollen sich Durchlaufzeiten und Lieferzeiten verkürzen, wie Joachim Konrad, Leiter der KHS-Produktdivision Großmaschinen, erklärte.

KHS-Beschichtungstechnik schützt PET-Flaschen vor Oxidation

Die Beschichtungstechnik von KHS versieht PET-Flaschen mit einer dünnen Glasschicht, die empfindliche Getränke vor Oxidation und dem Verlust von Kohlendioxid schützen soll. Laut Konrad entscheiden sich Kunden, die diese Beschichtungslösung einsetzen, häufig für komplette Produktionslinien – wovon auch andere KHS-Standorte profitierten, etwa durch Aufträge für Verpackungstechnik oder Palettierer.

Das Unternehmen teilte außerdem mit, die neue Halle auf einen vollständig CO₂-neutralen Betrieb auszurichten. Dazu sollen unter anderem Grünstrom, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie ein geschlossener Wärmekreislauf über Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung aus Kühlkreisläufen beitragen.

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