Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie rechnet im Gegensatz zu anderen großen Branchen mit steigenden Exporten. Die Hersteller erwarten per Saldo Zuwächse bei den Auslandsumsätzen, wie das Ifo-Institut mitteilte. Der entsprechende Index lag im Dezember bei 22,5 Punkten. Die Exporterwartungen der deutschen Wirtschaft insgesamt sind dagegen im Dezember auf minus 6,1 Punkte gefallen. Im November hatten sie noch bei minus 5,8 Punkten gelegen.

„Die Exportwirtschaft entwickelt auch zum Jahresende keine Dynamik“, erklärte Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen. Die Unternehmen profitierten derzeit nicht von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in anderen Ländern, wie dies in früheren Jahren der Fall gewesen sei.
Neben der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zeigen sich auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen und die Getränkehersteller optimistisch für ihr Exportgeschäft. In den meisten anderen wichtigen Branchen überwiegt die Skepsis.
Die Metallindustrie blickt besonders pessimistisch in die Zukunft. Auch die Hersteller von Textilien und Bekleidung erwarten nach Angaben des Instituts ein rückläufiges Auslandsgeschäft. In der Automobilbranche hat sich der Ausblick seit einem halben Jahr eingetrübt. Die chemische Industrie entwickelt sich den Angaben zufolge seit Jahresbeginn seitwärts.
