Tarifkonflikt Verdi ruft zu Warnstreiks im Nordwesten auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft im Nordwesten ab heute erneut zu Warnstreiks im Handel auf. In der Region Hannover soll es heute zu Arbeitsniederlegungen kommen, in Bremen morgen und am Samstag wieder in Hannover.

Donnerstag, 21. Mai 2026, 09:18 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Erste Verhandlungsrunden ohne Ergebnis: Die Gewerkschaft Verdi erhöht deshalb ihren Druck durch Warnstreiks. Bildquelle: Getty Images

Ab heute soll es im Handel wieder zu Warnstreiks kommen. Die Gewerkschaft Verdi ruft dieses Mal im Nordwesten dazu auf. In der Region Hannover soll es heute zu Arbeitsniederlegungen kommen, in Bremen morgen und am Samstag wieder in Hannover.

Lieferengpässe bei Kaufland?

Konkret treffen soll es heute zunächst das Kaufland-Logistikzentrum in Barsinghausen (Region Hannover). Das könne zu Lieferengpässen in allen Kaufland-Märkten der Region führen, heißt es bei der Gewerkschaft. In Bremen soll es dann am Freitag Supermärkte, Textil- und andere Fachgeschäfte treffen, ebenso in Hannover am Samstag. In beiden Städten betroffen: Ikea, H&M, Primark und Edeka. 

Die ersten Verhandlungsrunden mit dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen waren laut Verdi sowohl für den Einzelhandel als auch für den Großhandel ohne Ergebnis geblieben. 

Zweite Verhandlungsrunde am 11. Juni

Verdi fordert sieben Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, im Einzelhandel aber mindestens 225 Euro brutto pro Monat, im Groß- und Außenhandel mindestens 250 Euro. 

Die erste Verhandlungsrunde für den Einzelhandel hatte am 6. Mai in Hannover stattgefunden. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 11. Juni angesetzt, erneut in Hannover.

In Niedersachsen und Bremen sind laut Verdi im Einzelhandel 348.000 Beschäftigte tätig. Im Groß- und Außenhandel sind es weitere 140.000.

 

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