Die Nahrungsmittelpreise auf Erzeugerebene in Deutschland sind im April 2026 um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte hervor. Besonders stark fiel der Rückgang bei Butter aus: Sie kostete 38,8 Prozent weniger als im April 2025. Auch Schweinefleisch verbilligte sich um 11 Prozent im Jahresvergleich, verteuerte sich allerdings gegenüber März 2026 um 3 Prozent. Rindfleisch entwickelte sich gegenläufig und kostete 9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Nahrungsmittelpreise insgesamt leicht um 0,2 Prozent.
Auch bei wichtigen Vorprodukten für die Lebensmittelbranche gaben die Preise nach. Futtermittel für Nutztiere kosteten laut dem Statistischen Bundesamt 6,1 Prozent weniger als im April 2025, Getreidemehl verbilligte sich um 4,0 Prozent. Bei den für den Lebensmittelhandel relevanten Verpackungsmaterialien zeigte sich ein gemischtes Bild: Papier, Pappe und daraus hergestellte Waren kosteten 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr, während Glas und Glaswaren sich um 3,3 Prozent verteuerten. Hohlglas, das etwa für Flaschen und Gläser verwendet wird, war hingegen 1,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.
Insgesamt kosteten die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter den Angaben zufolge 1,0 Prozent weniger als im April 2025. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen dagegen um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Einen stärkeren Anstieg hatte es laut der Behörde zuletzt im Mai 2023 gegeben. Im Vergleich zum Vormonat März 2026 legten die Erzeugerpreise um 1,2 Prozent zu.
Haupttreiber des allgemeinen Preisanstiegs waren die Mineralölerzeugnisse, deren Preise das Statistische Bundesamt auf die anhaltenden Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten zurückführte. Die Mineralölpreise stiegen demnach um 35,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kraftstoffe verteuerten sich um 34,0 Prozent. Diese Entwicklung dürfte auch die Logistikkosten im Lebensmittelhandel beeinflussen. Erdgas und Strom verbilligten sich hingegen im Jahresvergleich – Erdgas um 3,1 Prozent, Strom um 4,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent.