Hohe O-Saft-Preise Deutsche trinken deutlich weniger Fruchtsaft

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fruchtsaft ist in Deutschland im vergangenen Jahr um 8 Prozent gesunken. Vor allem der gestiegene Preis für Orangensaft schreckt die Verbraucher ab. Gegen den Trend legen ausgerechnet Gemüsesäfte zweistellig zu.

Mittwoch, 08. April 2026, 09:21 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Wer im Supermarkt Orangensaft kaufen möchte, der sollte sich klar
sein: Das kann teuer werden. Eine Statistik zeigt, dass manch Konsument deswegen die Finger ließ vom gelben Genuss.
Bildquelle: Getty Images

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Fruchtsaft getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank um rund 8 Prozent auf 20,3 Liter – das sind 1,7 Liter weniger als 2024. Das teilte der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie in Bonn mit. Verbandshauptgeschäftsführer Klaus Heitlinger führte den Rückgang auf gestiegene Preise zurück.

Besonders betroffen ist Orangensaft, dessen Preis den Angaben zufolge spürbar anzog. Der Durchschnittspreis für Apfelsaft blieb dem Verband zufolge hingegen in etwa stabil. Beide Sorten zählen zu den beliebtesten Fruchtsäften in Deutschland.

Gegen den Trend entwickelten sich Gemüsesäfte: Die Nachfrage nach Säften aus Karotten und Roter Bete stieg laut der Mitteilung um 10 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch erhöhte sich um 0,2 auf 2,2 Liter. Gemüsesäfte enthalten weniger Zucker als Fruchtsäfte. Roter-Bete-Saft etwa gilt als blutdrucksenkend.

Für den Lebensmittelhandel bedeutet die Entwicklung: Kunden greifen bei Fruchtsäften seltener zu, wenn die Preise steigen. Gleichzeitig wächst das Segment der Gemüsesäfte, das bislang eine vergleichsweise kleine Rolle im Getränkeregal spielt.

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