Erwin Müller, der 93 Jahre alte Gründer und Geschäftsführer der Drogeriemarktkette Müller, gibt nach vielen Jahrzehnten Macht ab - zumindest ein wenig. Das Unternehmen erweitere zum 1. April die bisherige Geschäftsleitung, „um die operative Verantwortung auf ein breiteres Fundament zu stellen und die langfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens weiter zu stärken“, wie das Unternehmen aus Ulm mitteilte.
Elke Menold Sprecherin des Gremiums
Der neuen Geschäftsleitung gehörten demnach sieben Mitglieder an. Das Gremium berichte an Müller, der die Neuausrichtung veranlasst habe und der „weiterhin die zentrale Instanz“ bleibe. Das Unternehmen sollte damit „noch agiler, schneller und professioneller agieren“. Zur Sprecherin des Gremiums wurde Elke Menold benannt, die 2007 in die Geschäftsführung eintrat. Weitere Mitglieder der Geschäftsleitung sind Niklas Mehnert, Thorben Rusch, Sascha Zahner, Witold Kabacinski, Timo Salzsieder und Christian Begerow.
Müller zählt zu den wenigen Unternehmern in Deutschland, die in diesem Alter noch Verantwortung für ein Unternehmen dieser Größe tragen. Über die Mitteilung hinaus wollte sich das Unternehmen nicht weiter äußern. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Der Handelskonzern vertreibt wie andere Unternehmen längst nicht mehr nicht nur klassische Drogeriewaren, sondern unter anderem gleichfalls Spielzeug, Schreibwaren, Haushaltsartikel oder Dinge aus dem Bereich Multimedia. Es arbeiten rund 35.500 Mitarbeiter bei Müller. Das Unternehmen gehört mit Rossmann, dm und – vor allem im Norden Deutschlands – Budni zu den vier Großen der Branche, nachdem Schlecker 2012 pleitegegangen war.
