Preise für Süßwaren Schokolade kostet rund ein Fünftel mehr als vor einem Jahr

Schokolade, Dominosteine, Kekse – in der Vorweihnachtszeit wird gerne genascht. Doch viele der beliebten Leckereien sind deutlich teurer geworden. Im Schnitt 21,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher im Oktober 2025 zum Beispiel für Schokolade zahlen.

Mittwoch, 26. November 2025, 10:58 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Die Preise für Schokolade kannten zuletzt nur eine Richtung: nach oben. Bildquelle: Getty Images / Drbouz

Das Statistische Bundesamt meldet deutliche Preissteigerungen bei Schokolade und anderen Süßwaren. Im Oktober 2025 zahlten Verbraucher für Schokoladen 21,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Schokoladentafeln verteuerten sich sogar um 30,7 Prozent, Riegel und andere Schokoladenerzeugnisse um 16,0 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum nur um 2,3 Prozent, die Preise für Nahrungsmittel um 1,3 Prozent.

Kaugummi und Gummibärchen wurden billiger

Bei anderen Süßwaren verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Preisanstieg von 5,0 Prozent. Pralinen verteuerten sich besonders stark um 22,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Preise für Bonbons blieben nahezu unverändert, Kaugummi und Gummibärchen verbilligten sich sogar um 2,8 Prozent. Kekse kosteten 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als Grund für die Preisentwicklung nennt das Statistische Bundesamt die Preissteigerungen bei wichtigen Zutaten wie Kakao und Zucker.

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Mittelfristig fielen die Preissteigerungen noch deutlicher aus. Von 2020 bis 2024 verteuerten sich Kekse um 74,4 Prozent, Schokoladen um 39,9 Prozent und andere Süßwaren um 29,1 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt erhöhten sich im selben Zeitraum um 19,3 Prozent, die Preise für Nahrungsmittel um 33,2 Prozent. Die Erzeugerpreise für Zucker waren im Jahresdurchschnitt 2024 mehr als doppelt so hoch wie 2020. Allerdings gab es im Herbst 2024 deutliche Preisrückgänge. Im Juni 2025 lagen die Erzeugerpreise von Zucker um 40,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, seit November 2024 blieben sie stabil auf hohem Niveau.

Kakao-Importe brechen um 17 Prozent ein

Die Importpreise für Kakao erreichten im April 2024 einen Rekordwert. Zu diesem Zeitpunkt waren die Importe von Kakaobohnen mehr als dreimal so teuer wie im Vorjahresmonat, die Einfuhrpreise für Kakaomasse und Kakaobutter hatten um 173,4 Prozent zugelegt. Im September 2025 lagen die Importpreise für Kakaobohnen 4,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, die Einfuhr von Kakaomasse und Kakaobutter verteuerte sich jedoch um 25,8 Prozent. Im Jahr 2024 lagen die Importpreise für Kakaobohnen mehr als dreimal so hoch wie im Jahr 2020. Als Grund für die stark gestiegenen Importpreise nennt das Statistische Bundesamt die Knappheit auf dem Weltmarkt infolge von Missernten, insbesondere in Westafrika.

Von Januar bis September 2025 importierte Deutschland 449.400 Tonnen Kakao. Das waren 16,8 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Das wichtigste Herkunftsland ist die Elfenbeinküste, von dort kam knapp ein Drittel der Importe nach Deutschland. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker ging nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Wirtschaftsjahr 2023/24 auf 30,4 Kilogramm zurück, nach 33,9 Kilogramm im Vorjahr. Der Verbrauch von Kakao lag bei 3,1 Kilogramm pro Kopf.

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