Die Preise für pflanzliche Lebensmittel sind in Deutschland deutlich gesunken. Verbraucher sparen beim Kauf von pflanzlichen Alternativen zu tierischen Produkten inzwischen durchschnittlich 5 Prozent, wie die Ernährungsorganisation Proveg in ihrer aktuellen Preisstudie mitteilt. Noch vor drei Jahren mussten Käufer für pflanzliche Produkte einen Aufpreis von 52 Prozent zahlen.

Sieben der acht größten Lebensmitteleinzelhändler bieten pflanzliche Produkte mittlerweile günstiger an als ihre tierischen Pendants. Den größten Preisvorteil gewährt Lidl mit 18 Prozent. Einzig bei Netto zahlen Kunden für pflanzliche Alternativen noch einen Aufpreis von 11 Prozent, wie aus der Untersuchung hervorgeht.
„Innerhalb von drei Jahren hat sich das Preisverhältnis beim pflanzlichen Einkauf umgedreht: Aus 52 Prozent Aufpreis ist ein Preisvorteil von 5 Prozent geworden“, erläutert Proveg-Marktexpertin Virginia Cecchini Kuskow in der Mitteilung. Besonders deutlich zeigt sich der Preisvorteil bei Milch und Burgern – hier sind die pflanzlichen Varianten bei allen Händlern, die diese Produkte führen, günstiger als die tierischen Pendants.
Kaufland und Rewe führen Alternativprodukte in fast allen Filialen
Die Verfügbarkeit der pflanzlichen Produkte unterscheidet sich allerdings stark zwischen den Händlern. Während Kaufland und Rewe die Alternativprodukte in 94 Prozent ihrer Filialen anbieten, sind diese bei Aldi Nord und Aldi Süd nur in gut der Hälfte der Geschäfte erhältlich. Insgesamt liegt die Verfügbarkeit pflanzlicher Alternativen bei 75 Prozent.
Für die Preisstudie hat Proveg zwischen dem 11. und 16. August 2025 die Preise in 153 Filialen in 14 Bundesländern erhoben. Verglichen wurden dabei jeweils die günstigsten pflanzlichen und tierischen Produkte in vergleichbarer Verpackungsgröße. Mit Netto und Penny wurden erstmals zwei weitere Discounter in die Untersuchung einbezogen.

