Aldi Nord Schreibt rote Zahlen

Erstmals in seiner Firmengeschichte wird der Discounter Aldi Nord 2018 in der Bundesrepublik Deutschland rote Zahlen schreiben. Das hat ein Aldi-Sprecher gestern gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Das angelaufene Investitionsprogramm „Aniko“ (Aldi Nord Instore Konzept) hat demnach noch nicht gefruchtet.

Freitag, 21. Dezember 2018, 09:33 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Lebensmittel Praxis Mett

Das Handelsunternehmen hat im vergangenen Jahr damit begonnen, seine Filialen im großen Stil zu modernisieren. Mit dem Investitionsprogramm sollten sie heller, freundlicher und großzügiger werden. Eine Milliarde Euro wollte sich der Billiganbieter das europaweit kosten lassen.

Trotz der guten Konjunktur und der hohen Investitionen wird Aldi Nord nach eigenen Angaben in diesem Jahr im deutschen Geschäft lediglich ein bescheidenes Umsatzplus von rund einem Prozent erzielen. Damit hinken die Essener deutlich hinter den Konkurrenten her.

Für die schwache Umsatzentwicklung machen Kenner der Vorgänge nicht nur die Tatsache verantwortlich, dass Woche für Woche gut 40 Filialen wegen der notwendigen Umbauarbeiten geschlossen waren und ihr Umsatz ausfiel. Wichtiger war vielleicht noch, dass der Umgang mit dem neuen Ladenkonzept viele Mitarbeiter im Unternehmen überforderte. Es habe unter anderem Probleme bei der Warenverfügbarkeit und bei der Personaleinteilung gegeben, was das Geschäft spürbar beeinträchtigt habe.

«Es gibt kein Sparprogramm. Es gibt keinen Personalabbau, sondern ganz im Gegenteil eine radikale Modernisierung», kündigte ein Unternehmenssprecher an. Doch werde auch 2019 wohl noch einmal ein schwieriges Jahr für das Unternehmen.

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