Süsswaren Schokolade

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Dunkel und mit ausgefallenen Zutaten – so präsentiert sich hochpreisige Schokolade heute. Der Weg von der Kakaobohne zum fertigen Produkt.

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Es ist kein Geheimnis, dass Schokolade zu den liebsten Süßigkeiten gehört. Das zeigt schon folgende Zahl: Rund 10 kg Schokolade verzehrt jeder Bundesbürger pro Kopf und Jahr, so das Infozentrum Schokolade.

Neu ist jedoch, dass Schokolade zum Kultprodukt erhoben wird: Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil ist en vogue, sie wird mit ausgefallenen Zutaten wie Chili versehen, zudem wird immer häufiger mit Schokolade gekocht. Hobby-Chocolatiers erforschen heute in Workshops die Geschmacksnuancen und produzieren eigene Kreationen (zum Beispiel im Kölner „Schokoladenmuseum“, im „Chocoversum“ in Hamburg, in der „bunten Schokowelt“ in Berlin usw.) Zudem kann man bei einigen Herstellern online seine eigene Mischung gestalten und individuelle Tafeln bestellen. Liebhaber sind bereit, für ausgefallene Sorten tief in die Tasche zu greifen, 6 Euro für 100 g sind keine Seltenheit und durchaus auch im Lebensmittelhandel zu finden.

Rund 80 Kakaobohnen benötigt man für eine 100-g-Tafel Schokolade, abhängig von der Sorte.

Der Löwenanteil jedoch entfällt weiterhin auf Tafelschokoladen im Mittelpreis-Segment. Das Angebot ist vielfältig, für jeden Geschmack ist das richtige Produkt zu haben. Daneben bildet Schokolade die Basis für zahlreiche andere Süßwaren, wie Pralinen, Riegel, Hohlfiguren für Weihnachten und Ostern oder als Überzug bzw. Füllung für Backwaren.

Der Grundstoff: Basis für die Herstellung von Schokolade sind in jedem Fall die Samen der reifen Kakaofrucht, also die Bohnen. Der Kakaobaum (Theobroma cacao, übersetzt „Speise der Götter“) ist ein typisches Tropengewächs: Er ist lichtscheu, mag es schattig und schwül-warm, er gedeiht am besten in einem Streifen rund um den Äquator. Auch wenn er ursprünglich im Amazonas-Gebiet beheimatet ist, stammen heute 70 Prozent des weltweit angebauten Kakaos aus Westafrika, insbesondere von der Elfenbeinküste. Dabei gibt es bedeutende geschmackliche Unterschiede zwischen Sorten und Herkunftsgebieten.

Bildquellen: Ritter Sport, Shutterstock, Carsten Hoppen, Bettina Röttig