Tiefkühlkost Nielsen Umfrage Regional statt Bio

Mehr Früchte, Gemüse und Regionales: So wünscht sich der Verbraucher die TK-Truhen des Handels.

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Auch wenn Pizza, Snacks und Bratfleisch die Treiber im TK-Sortiment sind: Für die Konsumenten gewinnen tiefgekühlte regionale Produkte sowie Früchte und Gemüse immer mehr Bedeutung. Allein es fehlt an der Sichtbarkeit am PoS. Das zeigte eine Online-Befragung von Nielsen, deren Ergebnisse Business Consultant Katharina Ross beim TK-Kongress unter dem Titel „Die Wunschtruhe der Verbraucher“ vorstellte.

Ende Juli, Anfang August wollte Nielsen online via Panel Views von 11.000 Haushalten wissen, wie sie sich ihre TK-Wunschtruhe vorstellen. Nicht überraschend: 69 Prozent wünschen sich vor allem eine große Auswahl, mehr als jeder Zweite (59 Prozent) erwartet bestimmte Marken. Sehr wichtig bzw. wichtig war 48 Prozent, dort regionale Produkte zu finden. 39 Prozent wollen neueste Produkte bei ihrem Händler sehen, während 38 Prozent Wert auf Premium-produkte legen.Bei der vertieften Nachfrage, wie sie das TK-Sortiment bei ihrem Händler bewerten, zeigte sich: 34 Prozent der Konsumenten ist die Auswahl bei regionalen Produkten zu klein, und 27 Prozent bemängelten die zu geringe Auswahl bei Früchten. „Und dieses Ergebnis zeigt sich über alle Vertriebskanäle hinweg“, unterstrich Katharina Ross. Die regionale Herkunft der Produkte sei den Konsumenten inzwischen auch wichtiger als die Aspekte Bio oder Fair Trade, sagte Ross mit Blick auf die Nielsen-Ernährungsstudie 2016.

Der Markt in Zahlen

5,6 Mrd. Euro Umsatz machte der Handel mit TK-Produkten bisKW 31/ 2016, ein Plus von 1 Prozent gegenüber Vorjahresperiode.
4,8 Prozent stieg bis KW 31/2016 der Umsatz mit Eiscreme.
Quelle: Nielsen

Doch jetzt kommt das große Aber: Am PoS können die Befragten Regionalität nicht ausmachen. 63 Prozent fehlt der Hinweis auf der Verpackung. Dabei ist für die von Nielsen Befragten der Begriff durchaus nicht eng gefasst: Darunter fallen für sie Produkte aus der weiteren Region (Umkreis von 100 km), aus ihrem Bundesland oder generell der Hinweis, dass das Produkt aus Deutschland kommt. Ross nannte als Beispiele Claims wie „Aus deutscher Ernte“ oder „Spinat aus dem Rheintal“. Sie machte aber auch klar: „Es reicht sicher nicht, dass die Produktverpackungen die Regionalität ausloben. Dieser Hinweis sollte auch an den Truhen zu finden sein.“

Mehr Informationen zur Nielsen-Studie gibt es bei Katharina Ross, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!