Tiernahrung:Online-Umsätze wachsen

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Tiernahrung Online-Umsätze wachsen

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Beim Geschäft mit Tiernahrung und -bedarf bekommen stationärer Lebensmittel-Einzelhandel und Fachhandel zusehends Konkurrenz durch E-Commerce.

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Die großen 10-, 15- und 20-kg Säcke mit Hunde- oder Katzentrockenfutter sind es, die auf den Bestsellerlisten der Online-Shops für Tiernahrung und -bedarf ganz oben stehen. Klicken und nach Hause liefern lassen, statt selber schleppen – dieser Bequemlichkeitsfaktor lässt die Akzeptanz des Online-Handels für Tiernahrung und -bedarf weiter wachsen. Wenn man erst dabei ist, sind ratzfatz eben auch noch Snacks und Zubehör im elektronischen Warenkorb gelandet.

Rund 420 Mio. Euro gaben deutsche Heimtierhalter im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Industrieverbands Heimtiernahrung (IVH) online für ihre Vierbeiner aus. Im Lebensmittel- sowie Fachhandel wurde ein Gesamtumsatz von 4,02 Mrd. Euro erzielt. Damit wird bereits mehr als jeder 10. Euro für Hundefutter, Katzenstreu und Co. im Internet ausgegeben – Tendenz deutlich steigend, so die Branchen-Experten des IVH. Differenzierte, tierartenspezifische Daten zum Online-Markt seien aktuell noch nicht verfügbar.

Schon in den nächsten vier bis fünf Jahren könnte sich der Marktanteil des E-Commerce an Tiernahrung auf 20 Prozent verdoppeln, schätzt die Rewe. Die Kölner sind daher im vergangenen Jahr über eine Mehrheitsbeteiligung am Versandhändler Zoo-Royal in den Online-Markt für Heimtierbedarf eingestiegen. Mit einem rund 15.000 Artikel starken Sortiment gilt ZooRoyal heute als drittgrößter Internetversand für Heimtierzubehör. Über das Portal kann mittlerweile auch Hunde- und Katzenfutter der Eigenmarke Rewe Beste Wahl bestellt werden.

Trotz der wachsenden Bedeutung des Online-Handels für die Warengruppe, erwirtschafteten auch Lebensmittel-Einzelhandel und Fachhandel im vergangenen Jahr ein Umsatzplus. So legte der Umsatz mit Heimtiernahrung um 3,1 Prozent auf 3,07 Mrd. Euro zu – nahezu alle Kategorien haben zu dem Ergebnis beigetragen. Ein Plus von 2,2 Prozent auf 956 Mio. Euro erwirtschafteten die stationären Händler mit Bedarfsartikeln.

Für deutlich mehr Umsatz sorgten die Hundebesitzer. Um 5,1 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro stiegen die Ausgaben für Hundefutter über alle Kategorien hinweg. „In den Zahlen spiegelt sich nicht zuletzt die anhaltende Nachfrage nach Snacks mit funktionalem Zusatznutzen sowie nach Belohnungsartikeln wider“, erklärt Georg Müller, Vorsitzender des IVH. Auch im Segment Katzennahrung, das insgesamt um 2 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro zulegte, erwiesen sich Snacks als Wachstumstreiber (plus 4,8 Prozent). Verstärkt hat sich zudem erneut der Trend zu Einzelportionspackungen.