Backwarenhersteller Lieken investiert dreistelligen Millionenbetrag in Standorte

Der Backwarenhersteller Lieken will bis 2030 einen dreistelligen Millionenbetrag in seine Produktionsstandorte stecken. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt konzentriert sich künftig auf Toast, Sandwich und Schnittbrot. Lieken verarbeitet pro Jahr rund 250.000 Tonnen Weizenmehl.

Montag, 31. August 2026, 11:06 Uhr
Manuel Glasfort
Der Backwarenhersteller Lieken gehört zu den Branchenschwergewichten in Deutschland. Bildquelle: Lieken

Der Backwarenhersteller Lieken will bis 2030 einen dreistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung und den Ausbau seiner Produktionsstandorte investieren. Dies teilte das Unternehmen mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg mit. Die Muttergesellschaft Agrofert bekräftige damit ihr langfristiges Bekenntnis zu Lieken, hieß es in der Mitteilung.

Marken Golden Toast und Lieken Urkorn ausbauen

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine neue Konzernstrategie bis 2030 verabschiedet. Diese sieht vor, dass sich Lieken künftig auf die drei Bereiche Toast, Sandwich und Schnittbrot konzentriert. In diesen Segmenten will das Unternehmen seine Marktposition mit den Marken Golden Toast und Lieken Urkorn ausbauen.

Die Investitionen fließen den Angaben zufolge in den Neubau weiterer Produktionslinien, die Erneuerung bestehender Anlagen sowie in Projekte zur Steigerung von Effizienz und Kapazitäten. Auch die Weiterentwicklung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards soll vorangetrieben werden. Damit wolle das Unternehmen die Basis schaffen, um auch künftig große Mengen in gleichbleibend hoher Qualität zu produzieren.

Christian Hörger setzt auf Kernkompetenz Brot

„Mit der Konzernstrategie 2030 und den geplanten Investitionen im dreistelligen Millionenbereich setzen wir ein klares Signal: Wir bündeln unsere Kräfte auf das, was wir am besten können – nämlich Brot backen –, und schaffen damit die Grundlage für nachhaltiges Wachstum“, sagte Vorstandschef Christian Hörger. 

Lieken hatte vor einigen Monaten verkündet, sein Werk in Essen zu schließen. Knapp 120 Mitarbeiter seien von der Schließung der Toastbrot-Fabrik betroffen, hieß es damals.

Lieken betreibt nach Schließung des Essener Werks sieben Produktionsstandorte in Deutschland und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter. Die Geschäftsführung besteht aus Christian Hörger, Jan Willers und Andreas Fischer. Das Unternehmen verarbeitet den Angaben zufolge rund 250.000 Tonnen Weizenmehl pro Jahr.

Neue Produkte

Im Heft