Der Hamburger Konsumgüterkonzern Tchibo hat im vergangenen Jahr zwar seinen Umsatz gesteigert, gleichzeitig aber operativ weniger verdient. Wie die Tchibo-Holding Maxingvest mitteilte, sank der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern um fünf Millionen Euro auf 162 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen Kaffeesteuereffekte.
Der Umsatz legte den Angaben zufolge um rund 360 Millionen Euro auf etwa 3,72 Milliarden Euro zu. Wesentlich dazu beigetragen habe das Kaffeegeschäft, während das Gebrauchsartikelgeschäft nur leicht gewachsen sei. Angaben zum Nettogewinn machte Maxingvest nicht.
Für das laufende Jahr erwartet Tchibo nach eigenen Angaben ein moderates Umsatzwachstum – bei einem gleichzeitig weiter sinkenden Gewinn vor Zinsen und Steuern. Das Unternehmen begründete dies mit allgemeinen Kostensteigerungen und teils weiter steigenden Einstandspreisen, die sich nicht vollständig kompensieren ließen.
Tchibo beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit knapp 10.700 Menschen, davon fast 6.700 in Deutschland. Das 1949 gegründete Unternehmen betreibt hierzulande rund 520 Filialen. Weitere 340 Standorte mit Kaffeebar gibt es den Angaben zufolge in sieben weiteren Ländern, darunter Österreich, Polen und die Schweiz.