Klimaschutz Metro führt modellierte Product Carbon Footprints ein

Der Großhändler Metro Deutschland berechnet für sein Sortiment jetzt modellierte Product Carbon Footprints (PCF) und stellt diese Informationen auf Anfrage seinen Großkunden zur Verfügung. Damit erweitert das Unternehmen die Datentransparenz zu Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette.

Montag, 15. Juni 2026, 12:22 Uhr
Thomas Klaus
Mehr Datentransparenz zu Treibhausgasemissionen: Der Service richtet sich zunächst an Großkunden, beispielsweise aus der Systemgastronomie oder Hotellerie. Bildquelle: Metro

Metro Deutschland berechnet für sein Sortiment jetzt modellierte Product Carbon Footprints. Der Product Carbon Footprint beschreibt die geschätzten Treibhausgasemissionen eines Produkts über dessen Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über Verarbeitung und Transport bis zum Kunden.

Verkaufsdaten mit Emissionsfaktoren verknüpft

Bei Fleisch und Fisch beginnt dies beispielsweise mit Emissionen aus Aufzucht und Fütterung, bei Obst und Gemüse aus dem Anbau. Für die Berechnung werden Verkaufsdaten – etwa zu Herkunft und Menge – mit Emissionsfaktoren aus anerkannten externen Datenbanken, wie z.B. Agribalyse und Poore & Nemecek, verknüpft. Die momentan verwendeten Sekundärdaten stellen modellierte Näherungen dar, hierbei sind Abweichungen zu tatsächlichen Emissionen möglich. Perspektivisch arbeitet Metro nach eigenen Angaben daran, diese durch Primärdaten von Lieferanten weiter zu präzisieren.

Solide Strategie zur Einbindung der Lieferanten

Der Service richtet sich zunächst an Großkunden, beispielsweise aus der Systemgastronomie oder Hotellerie. Sie können die PCF‑Daten nutzen, um ein besseres Verständnis für emissionsrelevante Faktoren in ihrer Lieferkette zu gewinnen und fundierte Entscheidungen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategien zu treffen. Denn die Bereitstellung der PCF-Daten auf Produktebene macht klimarelevante Unterschiede zwischen den Produkten sichtbar: Kunden können so ihre Einkaufsentscheidungen an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten und diese damit auch transparent gegenüber ihren Gästen kommunizieren. Darüber unterstützen die Daten Unternehmen beim Erfüllen regulatorischer Anforderungen, etwa im Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Mit der modellierten Berechnung und Bereitstellung von Product Carbon Footprints schafft Metro Deutschland nach eigener Darstellung nicht nur Mehrwert für seine Kundschaft: Die systematische Erfassung von emissionsbezogenen Daten ermöglicht dem Großhändler eine solide Strategie zur Einbindung von Lieferanten. So werden gemeinsam Lösungen entwickelt, die Dekarbonisierung beschleunigen und die CO₂-Reduzierung in das Tagesgeschäft einbeziehen.

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