Preisstreit beendet Kellogg's kehrt in Edeka-Regale zurück

Der Handelskonzern Edeka und der US-Cerealienhersteller Kellanova haben ihren Konflikt beigelegt. Ab Mitte Juni sind die Kellogg's-Produkte wieder in Edeka-Märkten und bei Netto erhältlich. Der Lieferstopp hatte Edeka nicht nur den Umsatz mit Cerealien gekostet, sondern auch Kunden zu anderen Händlern getrieben.

Freitag, 23. Mai 2025, 14:03 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Cornflakes von Kellogg's gibt es bald wieder bei Edeka zu kaufen. Der Händler und der US-Hersteller haben ihren Streit beigelegt. Bildquelle: Getty Images

Der Streit zwischen dem Handelskonzern Edeka und dem US-Cerealienhersteller Kellanova ist beigelegt. Die Kellogg’s-Produkte kehren ab Mitte Juni in die Regale der Edeka-Supermärkte und Netto-Discounter zurück, wie beide Unternehmen mitteilten.

Der Lieferstopp hatte im Juli 2023 begonnen, nachdem sich die Unternehmen nicht über die Preise einigen konnten. Kellanova hatte damals nach Angaben von Edeka Preiserhöhungen von bis zu 45 Prozent gefordert. Dies hatte der Handelskonzern als zu hoch abgelehnt. Edeka forderte daraufhin Schadenersatz wegen entgangener Erträge und Kundenverluste. Diesen Schadenersatz hat Kellanova nicht gezahlt, wie ein Edeka-Sprecher mitteilte. „Wir haben uns aber in den Verhandlungen angenähert, zum Vorteil der Verbraucher“, zitierte der Konzern den Sprecher.

Umsatzverluste wegen fehlender Kellogg's-Produkte

Die Kellogg’s-Cerealien wie Cornflakes, Smacks oder Frosties gelten in der Lebensmittelbranche als starke Marke. Viele Kunden kaufen die Produkte regelmäßig. Sind die Cerealien in einem Supermarkt nicht erhältlich, erledigen diese Kunden ihren gesamten Einkauf häufig in anderen Geschäften. Für Edeka war der Lieferstopp daher in doppelter Hinsicht problematisch: Der Konzern konnte nicht nur keine Kellogg’s-Produkte verkaufen, sondern verlor auch Umsatz mit anderen Waren.

Wie stark die Preise für die Kellogg’s-Produkte nach der Rückkehr in die Regale steigen werden, teilten die Unternehmen nicht mit. Für Edeka ist die Einigung mit Kellanova bereits der zweite Erfolg in einem Preisstreit binnen kurzer Zeit. Im April hatte der Handelskonzern eine ähnliche Vereinbarung mit dem Getränkehersteller Pepsi erzielt. Die Produkte des US-Konzerns waren mehr als zwei Jahre lang nicht in den Edeka-Supermärkten und Netto-Discountern erhältlich gewesen.

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