Dm:Expandiert nach Italien

Bildquelle: Mugrauer

Dm Expandiert nach Italien

Die Drogeriemarktkette dm expandiert nach Italien. In den kommenden Wochen werde eine neue Zentrale in Verona ihre Arbeit aufnehmen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Erich Harsch (Foto), heute in Karlsruhe. Die ersten Filialen mit Schwerpunkt Norditalien sollen bis Ende des Jahres eröffnet werden. In Deutschland wuchs der Umsatz auf 3,9 Mrd. Euro.

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Im ersten Geschäftshalbjahr 2016/2017 ist dm weiter gewachsen. Der Konzernumsatz stieg um 6,3 Prozent und erreichte damit erstmals mehr als 5 Mrd. Euro (5,1 Mrd. Euro). In den deutschen Filialen stieg der Umsatz auf 3,9 Mrd. Euro (plus 5,6 Prozent).

Zwischen dem 31. Oktober 2016 und 31. März 2017 wurde in den elf verbundenen Ländern ein Umsatz von etwa 1,2 Mrd. Euro erreicht. Damit lagen die Auslandsaktivitäten 8,7 Prozent über den 1,074 Mrd. Euro in der ersten Hälfte des Vorjahres. Das Unternehmen nimmt nun den italienischen Markt in Angriff. Die Filialen sollen laut Harsch eher an den österreichischen als den deutschen dm-Geschäften orientiert sein.

Neben den Investitionen in den Onlineshop stärkt das Unternehmen nach eigenen Angaben sein Filialnetz. In den vergangenen sechs Monaten wurden in Deutschland 31 neue Märkte eröffnet, 61 bestehende umgebaut. Für das zweite Geschäftshalbjahr plant dm weitere 58 Neueröffnungen sowie Umbaumaßnahmen in 77 bestehenden dm-Märkten. Die Gesamtinvestitionen für Regeneration und Expansion betragen in Deutschland rund 130 Mio. Euro und konzernweit 220 Mio. Euro.

Zu Plänen einer Kooperation zwischen der regionalen Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowsky und dem Einzelhändler Edeka äußerte sich Harsch gelassen. Drogeriemärkte von Einzelhandelsriesen seien bisher nicht sehr erfolgreich gewesen: "Ob es gelingt, muss man sehen."

Stark ausgebaut wurde hierzulande das Bio-Sortiment mit der Einlistung neuer Marken wie Tartex und Bio-Saatgut von „Stadt.Land.blüht“, den Bio-Eigenmarken sowie dem Ausbau der Alverde-Naturkosmetiktheke. Rund 45 Mio. Besuche gab es in den vergangenen sechs Monaten auf den Internetseiten von dm. Um online und offline weiter zu vernetzen, ist laut Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung, geplant, die Mitarbeiter in den Märkten künftig mit Smartphones auszustatten, um die Digitalisierung der Prozesse, wie der Bestandsführung und Inventur, weiter voranzubringen.

Im Sommer startet die Belieferung der Online-Kunden in Deutschland aus Bor in Tschechien. In diesem Geschäftsjahr steht auch der Bau des bundesweit dritten Logistikzentrums im brandenburgischen Wustermark an. Mit dem Neubau wird die Filialdistribution der mehr als 1.850 dm-Märkte, die bislang aus Waghäusel im Süden und Weilerswist im Westen Deutschlands versorgt wurden, neu gestaltet werden.

Kerstin Erbe, seit August 2016 Geschäftsführerin für das Produktmanagement, übernimmt zum 1. Juni wie geplant zusätzlich die Verantwortung für 152 dm-Märkte in der Region Hessen.