Rewe Group:2016 ein Jahr der Rekorde

Bildquelle: Heiermann

Rewe Group 2016 ein Jahr der Rekorde

Als erfolgreiche Zeit bezeichnete der Chef der Rewe-Group, Alain Caparros, rückblickend seine Tätigkeit an der Spitze des Handelsunternehmens. Er übergibt die Führung des Unternehmens an Vorstand Lionel Souque (Foto), der seine Nachfolge als CEO antritt. Caparros machte nach eigenen Worten „schöne Erfahrungen“ als Chef eines „interessanten Unternehmens“. Ausdrücklich bezeichnete er die Rewe als „robust“.

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Das zeigen auch die neuesten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Gesamtaußenumsatz der Rewe Group stieg 2016 um 5 Prozent auf 54 Mrd. Euro. Das Geschäft in Deutschland steuerte mit einem Umsatzplus von 2,1 Prozent etwa 39 Mrd. Euro bei. Die Umsätze der Auslandsaktivitäten wuchsen um 13,4 Prozent auf rund 15 Mrd. Euro. Bei der Vorstellung der noch nicht testierten Geschäftszahlen sagte Alain Caparros: „Dies ist angesichts der Wettbewerbssituation in Deutschland und Europa sowohl im Lebensmittelhandel als auch in der Touristik eine sehr gute Entwicklung.“

Wichtig sei für das Unternehmen auch die innere Strukturreform gewesen, die zu Beginn dieses Jahres früher als geplant abgeschlossen werden konnte. Begonnen wurde die Reform unter dem Namen „Rapid“ 2014. Sie mache Rewe widerstandfähiger und sorge für mehr Effizienz und Tempo im Unternehmen. Zugleich habe Rewe eine hohe Innovationskraft. Das zeige sich auch in Sachen Rewe digital. Als First Mover der Branche im Online-Handel sei das Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet. Mittlerweile erwirtschafte man in diesem Bereich einen Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro. Allerdings sehe man Rewe digital immer noch als Investition in die Zukunft, als Weg in Richtung Omnichannel und letztlich immer noch als Randgeschäft.

Der wichtigste Treiber des Rewe-Wachstums im vergangenen Geschäftsjahr war nach Unternehmensangaben das Supermarktgeschäft. Im Vollsortiment National stieg der Umsatz um 3,9 Prozent auf 18,4 Mrd. Euro. Noch stärker sei abermals die wirtschaftliche Entwicklung der mittelständischen Rewe-Kaufleute gewesen mit einem Umsatzzuwachs von 10,1 Prozent. Der Umsatz des Konzerns aus fortzuführendem Geschäft stieg im vergangenen Jahr wechselkursbereinigt um 5 Prozent von 43,5 Mrd. Euro auf 45,6 Mrd. Euro. In Deutschland wuchs der Rewe-Konzern um 2,3 Prozent und im Ausland wechselkursbereinigt um 11,2 Prozent. Der Konzernumsatz von 45,6 Mrd. Euro wurde zu rund 68 Prozent in Deutschland erwirtschaftet.

Das Rewe-Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Anlagevermögen und Firmenwerte (EBITDA) erhöhte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1,49 Mrd. Euro um 34 Prozent auf 2 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBITA) aus fortzuführendem Geschäft lag bei rund 1 Mrd. Euro und erhöhte sich damit um 62 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 616 Mio. Euro. Darin nicht enthalten ist das EBITA der selbstständigen Rewe-Kaufleute, das sich von 250 Mio. Euro um rund 16 Prozent auf 289 Mio. Euro verbesserte und damit laut Caparros einen neuen Höchststand erreichte.

Der Bereich Vollsortiment National mit Rewe, Rewe Center, Rewe City, Rewe To Go und Temma sowie Nahkauf und sonstigen Großhandelspartnern erwirtschaftete 2016 ein Umsatzplus von 3,9 Prozent auf 18,4 Mrd. Euro. Die Außenumsätze der Rewe-Supermärkte (Filialen, Regiemärkte, Partner und Selbstständige) konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar um 5,1 Prozent gesteigert werden. Allerdings ist der weitere Roll-out von Temma zunächst auf Eis gelegt. Das Format verdiene insgesamt kein Geld, sagte Lionel Souque, und stehe zudem bei den Standorten in Wettbewerb zu Rewe City.

Penny Deutschland erzielte ein Umsatzplus von 2,3 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro. Dabei stieg die Anzahl der Märkte um 0,7 Prozent auf 2.148. Damit ist Penny, so Caparros, beim Umsatz auch 2016 wieder stärker gewachsen als der Discountmarkt in Deutschland, der laut GfK nur um 1,9 Prozent zulegte. Es kauften wieder mehr Kunden bei Penny: Der durchschnittliche Monatsumsatz und die Flächenleistung pro Filiale wuchsen um jeweils 2,5 Prozent.