Interview mit Dunja Storck:„Die Mitarbeiter machen‘s aus“

Bildquelle: Alexander Münch

Interview mit Dunja Storck „Die Mitarbeiter machen‘s aus“

Für sie ist das keine Phrase: „Entscheidend für den Erfolg des Vollsortimenters sind die Mitarbeiter.“ Dunja Storck, Marktmanagerin im neuen Rewe-Center in Mannheim- Sandhofen, ist engagierte Teamplayerin.

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Markt-Managerin Dunja Storck ist so eine Art Rewe-Aufbauprogramm. Seit 26 Jahren ist sie bei Rewe, und sie kann Standorte „machen“. Zuletzt war dies das Rewe Center in Heidelberg-Rohrbach, das von Erfolg zu Erfolg eilte (unter anderem Supermarkt des Jahres und Tiefkühl Star 2016). 2017 wird sie das Rewe-Center in Mannheim-Sandhofen „rocken“. Natürlich nicht allein: Storck setzt auf „ihre“ Mannschaft.

Frau Storck, was wird für Sie persönlich die größte berufliche Herausforderung im neuen Jahr 2017?
Dunja Storck: Den neuen Markt hier in Mannheim-Sandhofen zu einem profilierten Standort machen. Wir wollen hier Kunden begeistern und als Stammkunden gewinnen. Und dann wird es erst richtig schwierig: Wenn man ein solches Niveau erreicht hat, müssen wir die Kunden ja immer wieder aufs Neue begeistern. Das schaffen wir nur mit engagierten und motivierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Was ist Ihr Rezept für einen erfolgreichen Supermarkt?
Schöne Läden baut natürlich (fast) jeder, das Preisthema ist weitgehend ausgereizt. Da brauche ich etwas anderes. Wichtig ist natürlich, Trends aufzunehmen und sich ständig weiter zu verbessern. Das standortangepasste Sortiment ist schon wichtig. Vor allem steht für mich die Kundenorientierung im Vordergrund. Dabei müssen wir auch ein wenig zurück zur Basis: Kommunikation und Menschlichkeit sind für mich gerade im Supermarkt ganz wichtig.

Muss nicht das Verkaufen und „Umsatz machen“ im Supermarkt ganz vorne stehen?
Na ja, niemand betreibt einen Supermarkt zum Spaß. Aber wir im voll-sortierten Supermarkt müssen wieder das menschliche Gespräch ermöglichen, also wieder zum Marktplatz und zum Ort für Kommunikation werden. Und das auch, wenn wir nicht mehr der „Tante-Emma-Laden“ sind, sondern modern, groß und vielfältig. Das wird uns vom Discounter unterscheiden. Und übrigens auch vom Wettbewerb. Dafür brauchen wir Persönlichkeiten im Markt.

Haben Sie die?
Aber ja! Die Eröffnung hier in Sandhofen hat ja vor allem deshalb so reibungslos geklappt, weil meine Kolleginnen und Kollegen so gut sind. Die Mitarbeiter machen den Unterschied.

Solche Mitarbeiter brauchen Sie aber auch, denn in ihrem Markt wird viel selbst produziert ...
Selbst produzierte Ware ist natürlich ein hervorragendes Mittel zur Profilierung des Marktes. In unserer heißen Theke finden sie nur selbst Gemachtes – außer den Hähnchen. Wurst wird etwa zur Hälfte selber hergestellt. Wir bauen das weiter aus. Aber das geht noch weiter. Wir haben zwei Sommeliers, die ihnen wirklich alles über Wein und Speisen sagen können, wir haben hervorragende Metzger oder Käsefachleute. Und sogar einen Bier-Sommelier. In Zeiten von immer mehr Bierspezialitäten, macht er den Unterschied. Ganz wichtig dabei: Die Kollegen müssen authentisch, also echt sein. Dann treffen sie auch den Kunden. Am besten noch mit „Mannemer Gosch“.

Ihre Ziele für 2017?
Wenn man ein gewisses – hoffentlich hohes – Niveau erreicht hat, dies zu halten und die Kunden immer wieder neu zu begeistern und an den Markt zu binden. Dazu will ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder neu motivieren, auch eigene Ideen einzubringen und Neues zu schaffen.

Die Prognose für Ihren neuen Markt?
Der wird sich entwickeln. Er hat großes Potenzial und in zwei Jahren ist er top. Das kommt natürlich nicht von selbst. Wir werden einiges dafür tun und für den Standort trommeln.

Was macht die Privatfrau Dunja Storck, wenn sie nicht im Laden ist?
Ich leiste mir ein eigenes Pferd. Es gibt für mich nicht viel Schöneres, als an einem sonnigen Sonntagmorgen im Wald auszureiten. Hier kann ich entspannen, ausruhen und Kraft tanken. Außerdem: Ich hab mir gerade ein Cabrio gekauft. Bei schönem Wetter damit zu fahren, entspannt einfach.