Kassenzone Arbeiten an exponierter Stelle

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Kassenarbeit strengt an. Wie schnell die technische Evolution vorankommt und wie sie den Kassenplatz verändert, das wird unterschiedlich beurteilt. Hohe Flexibilität der Möbel für kommende, neue Technologien ist das aktuelle Thema.

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Und plötzlich soll alles schnell gehen! Wartezeiten an den Kassen sind ein Graus für die Kunden. Hoher Durchsatz und Schnelligkeit sind gefragt. Insbesondere bei den führenden Harddiscountern wird auf den hohen Durchsatz geachtet, außerdem sind die Abläufe bis ins Letzte analysiert. Hier wird auch von der „Kassenseite“ her Druck aufgebaut, um den Kunden beim Einräumen anzutreiben.

Mehr als 80 Artikel pro Minute sind eine Benchmark. Das heißt umgerechnet, zentnerweise Lebensmittel, darunter auch schwere Getränkegebinde, bewegt eine Kassenkraft täglich über den Scanner. Nicht zu vergessen sind die Verantwortung und Konzentration beim Bezahlvorgang – richtig rausgeben, sich kein Falschgeld unterjubeln lassen, Payback-Karte abfragen etc. Dazu kommen möglicherweise Zugluft, weil der Check-out im Eingangsbereich platziert ist, eine ungünstige Sitzposition oder die falsche Ausrichtung der Kassentische. Und dann sollen Kunden noch freundlich begrüßt, grimmige Artgenossen milde gestimmt und verabschiedet werden – die Sozialkomponente ist immens wichtig.

Die Kassenarbeit strengt an. Dabei ist schon vieles geregelt. Allein mehr als 300 Seiten füllen die Vorgaben der Berufsgenossenschaft zur Gestaltung von Kassenarbeitsplätzen. Gleichzeitig analysieren Handelsunternehmen den Arbeitsplatz Kasse nicht allein unter dem Gesichtspunkt Kundendurchsatz, sondern sehen das Ganze unter dem Blickwinkel Gesundheitsprophylaxe sowie Mitarbeiteranerkennung und binden diese bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes ein. Ebenso ist die Kasse heute Teil des Gesamtkonzepts eines Supermarkt. Sie ist eingebunden in das „Corporate Design“. Es kommt nicht mehr eine x-beliebige Standardlösung zum Einsatz, sondern der Bereich soll als letzter Eindruck von der Einkaufsstätte positive Impulse in vielerlei Hinsicht vermitteln.

Generell ist dem zweistufigen Handel heute daran gelegen, dem Kunden den Check-out so angenehm wie möglich zu gestalten. Das mündet z. B. in breitere Gänge (Rollstuhl-/Kinderwagenbreite) zwischen den einzeln Modulen und größere Warenschächte, damit der Kunde in Ruhe einräumen kann. Bei Discountern ist das etwas anderes. Ebenso werden dem Kunden über Displays Einzelpreis, Summe des Einkaufs und andere Informationen geliefert.