Trends Vielversprechende Trends aus Handel und Industrie

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Mutige und kreative Innovationen sind das Benzin der Lebens-mittelwirtschaft. Die LP stellt Vermarktungskonzepte und Trends vor, die sich entweder längerfristig bewiesen haben oder für die Zukunft großes Potenzial versprechen.

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Edeka deli heißt das Konzept für ultra-frische, gekühlte Snacks und Gerichte, das die Genossen seit diesem Frühjahr lancieren. Zum 40 Artikel umfassenden Sortiment zählen Gerichte, Salate, Müslis, Smoothies, Sandwiches und Wraps. Die selbstständigen Edeka-Kaufleute können sich ihr Sortiment daraus individuell zusammenstellen. In den Filialen findet sich zumeist eine Cabriotheke (vgl. Foto), die in der O&G-Abteilung platziert ist. Das auf den Edeka-Messen präsentierte größere, standähnliche Modul beschäftigt für die Bedienung einen Mitarbeiter. Werden die Deli-Produkte im vorhandenen Convenience-Regal angeboten, sind keine zusätzlichen Mitarbeiter eingebunden. Die Zubereitung der Produkte erfolgt in diesem Fall nicht im Markt. Einige Artikel (z. B. Smoothies) waren zuvor bereits unter der Eigenmarke Edeka erhältlich. Wegen des kurzen MHD sind vorausschauende Planung und präzise Logistik notwendig

Mehr Aufmerksamkeit durch Überraschungseffekt: Auf diese Strategie setzt Hartkorn Gewürzmühle. Das Koblenzer Unternehmen entwickelte unter seiner Marke Hartkorn ein Gewürz-Set für Gin-Fans und dehnt die Präsenz seiner Marke damit auf eine neue Warengruppe aus. Hartkorn „Spice’n Gin“ findet sich direkt im Spirituosenregal und führt so neue Verwender an Marke und die Warengruppe Gewürze heran. Experimentierfreudige können ihren Gin Tonic wahlweise mit Wacholderbeeren, Hibiskusblüten oder Kardamom nach eigenem Geschmack „pimpen“. Das Konzept wird weiter ausgebaut. In Kürze steht mit „Spice’n Drink“ eine Selektion aus acht Gewürzen inklusive innovativer Cocktail-Rezepte für Mixgetränke auf Basis von Rum, Wodka und Co. in der Spirituosenabteilung zur Verfügung.

Von der Online- in die Offline-Welt: Der Matschreis in der Unimensa war schuld, dass sich zwei Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens auf die Suche machten nach neuen, hochwertigen Reissorten. Das Ergebnis: Reishunger.de, ein Online-Shop, der 22 Reissorten aus 13 Ländern bietet – sortenrein, ohne Fremdreis und Kornbruch direkt importiert von Bauern aus aller Welt. Dazu gibt es mittlerweile Risotto-Mischungen, Hülsenfrüchte und Getreide, Reis- und Rezeptboxen sowie Zubehör. Nun startet die Marke Reishunger auch im stationären Handel. Listungsgespräche laufen, die Verpackungen werden für derzeit überarbeitet und mit Sichtfenstern versehen.